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Seit Mitte 2007 baut das Unternehmen Anlagen vom Typ Multibird M5000 mit einem Rotor-Durchmesser von 116 m und einer Nabenhöhe von 90 m in Bremerhaven. Jede Anlage hat eine Nennleistung von 5 MW und eignet sich für den Einsatz im Meer. Rotor, Nabe und Gondel wiegen zusammen 310 t.
Durch das geringe Gewicht – im Vergleich zu anderen Anlagen mit dieser Leistung – lassen sich nach Aussage des Unternehmens die Stahlrohrtürme anders dimensionieren. Außerdem könne die Gondel an Land vormontiert und auf See installiert werden.
Netzfrequenz muss konstant gehalten werden
Ein Problem stellen auch die stark schwankenden Windgeschwindigkeiten dar. Die stark wechselnden Windgeschwindigkeiten auf der Rotorseite müssen unbedingt zu einer gleichbleibenden Frequenz auf der Netzseite umgewandelt werden.
Nach Aussage von ABB wurden dazu die Frequenzumrichter für den Einsatz in Windturbinen optimiert. Sie sollen für raue Umgebungsbedingungen geeignet sein, eine kompakte Bauform haben, eine gute Qualität des Ausgangsstroms liefern und für Ferndiagnosen und Fernsteuerung vorbereitet sein.
Frequenzumrichter vor rauer Umgebung schützen
Die neuen Frequenzumrichter für Windturbinen von ABB kombinieren die neueste Technik mit einer geschlossenen Schaltschrankkonstruktion. Die aktiven und passiven Umrichterkomponenten und die Steuer- und Regelungselektronik haben eine Flüssigkeitskühlung und sind in geschlossene Schaltschränke ohne Lüftungsöffnungen eingebaut. So sollen die eingebauten Geräte und die Elektronik vor den rauen Umgebungsbedingungen und vor äußeren Einflüssen wie Staub, Salz und extremen Temperaturen geschützt sein.
Die Lösung beinhaltet auch Konfigurationsmöglichkeiten zur Optimierung der Anzahl der aktiven Leistungsmodule in Abhängigkeit von der Windstärke. Nach Aussage von ABB ist auch ein Redundanzbetrieb des ganzen Systems möglich.
Frequenzumrichter-System ab 1,5 MW Leistung
Ab einer Leistung von 1,5 MW kann ein Umrichtersystem aus zwei oder drei einzelnen Teilsystemen konfiguriert werden, die gemeinsam oder einzeln in Betrieb sein können. Dieses Konzept bietet nach Aussage von ABB nicht nur eine Redundanz, sondern auch Freiheit bei der Auswahl des optimalen Einbauortes für den Frequenzumrichter in der Windturbinenanlage.
Der flüssigkeitsgekühlte Umrichter ist für Komplettanlagen mit Permanentmagnet- oder Asynchrongeneratoren und für doppeltgespeiste Asynchrongeneratoren für Leistungen bis 5 MW als Standardsystem lieferbar. Für höhere Leistungen erfolgt das Engineering nach dem Bedarf des Auftraggebers.
Umrichter mit Flüssigkeitskühlung werden immer mit Software und Hardware ausgeliefert, um damit die Netzkonformität jeder einzelnen Turbine zu unterstützen. Die Einhaltung der lokalen Netzcodes ist unabdingbar und hängt laut ABB wesentlich von der Funktionalität des Frequenzumrichters ab.
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