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7. Ingolstädter Leichtbausymposium

Fügen ist Teufelswerk – aber der Schlüssel zum Leichtbau

| Autor/ Redakteur: Peter Patzelt / Peter Königsreuther

Eine Grundvoraussetzung für den Leichtbau und den Einsatz von verschiedenen Materialien in einem Bauteil oder Bauteilsystem bildet die Fügetechnik. Vielversprechende Ansätze zur Verbindung von neuartigen Leichtbaumaterialien zeigten Experten am 24. Juni in Ingolstadt.

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Prof. Dr. Otto Huber von der Hochschule Landshut begrüßt die über 60 Teilnehmer des 7. Ingolstädter Leichtbausymposiums.
Prof. Dr. Otto Huber von der Hochschule Landshut begrüßt die über 60 Teilnehmer des 7. Ingolstädter Leichtbausymposiums.
( Bild: Hochschule Landshut )

Bei der Kooperationsveranstaltung der Hochschulen Landshut und Ingolstadt, durchgeführt bei dem Automobilzulieferer EDAG engineering AG (Ingolstadt), tauschten sie sich über aktuelle Forschungstrends sowie Entwicklungen und Anforderungen in der Industrie aus. Organisiert wurde das Symposium durch den Leichtbau Cluster an der Hochschule Landshut. Die wissenschaftlichen Leiter der Veranstaltung, Prof. Dr. Otto Huber (Hochschule Landshut) sowie Prof. Dr. Jörg Wellnitz (Technische Hochschule Ingolstadt) betonten in ihrer Begrüßung die Bedeutung des Leichtbaus und die Herausforderungen, die insbesondere das Verbinden von unterschiedlichen komplexen Materialien darstellen. Zusätzlich müssten diese Verfahren im Bereich Automobilbau in Serienfertigung mit hohen Stückzahlen eingesetzt werden, was große Anforderungen an die Produktionstechnik stelle - dies bei minimierten Herstellkosten. Prof. Dr. Wellnitz fasste die Problematik schmunzelnd zusammen: „Das Material stammt von Gott, die Oberfläche vom Teufel, das Fügen ist Teufelswerk.“

Leichtbau als Chance

Nach einer Begrüßung durch Volker Fink (EDAG engineering AG, Geschäftsbereichsleiter Audi) präsentierte Dr. Martin Hillebrecht die EDAG engineering AG als Ingenieur-Dienstleister, der sich in innovativen Kooperations-Projekten Gedanken über die Zukunft des Automobilbaus und des Leichtbaus macht. Er gab einen Überblick über erfolgversprechende Leichtbau-Strategien und betonte, insgesamt dürfe man den Leichtbau nicht als Mehraufwand, sondern als hervorragende Chance für Deutschland betrachten, das sich mit seinen vielen OEMs, Automobilherstellern Hochschulen und Forschungseinrichtungen in diesem innovativen Themenfeld weiter etablieren könne.

Audi gewährt Einblicke

Gerade vor dem Hintergrund der Gewichtsreduzierung bei gleichzeitig geforderter Kostenersparnis gab Dr. Uwe Alber in seinem Vortrag „Innovative Fügetechnologien – Schlüssel zum Karosserieleichtbau“ Einblicke in die Leichtbaustrategie bei der Audi AG. Die Forderung an den Leichtbau laute „Das richtige Material am richtigen Ort in der richtigen Menge einzusetzen“. Die Entwicklung gehe hin zu werkstoffflexiblen Karosseriekonzepten, in dem höchstfeste Stähle ebenso wie CFK zum Einsatz kämen – ein Multi Material Design.

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