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Präzisionswerkzeuge/Spannmittel

Hersteller von Präzisionswerkzeugen und Spannmitteln im Vorfeld der AMB 2014 optimistisch

| Redakteur: Stéphane Itasse

Industrie 4.0 ist das zentrale technische Thema der Werkzeughersteller auf der kommenden AMB vom 16. bis 20. September 2014 in Stuttgart, also die Digitalisierung der Produktion. Dabei kann die Branche nach eigenen Erwartungen auf ein gutes Wachstum 2014 stützen. Stolperstein könnte die reglementierte Rohstoffversorgung für Hartmetall-Bearbeitungswerkzeuge sein.

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Mehr als bisher sollen die Präzisionswerkzeuge auf der AMB 2014 können – der Trend zu Industrie 4.0 erfasst auch sie.
Mehr als bisher sollen die Präzisionswerkzeuge auf der AMB 2014 können – der Trend zu Industrie 4.0 erfasst auch sie.
( Bild: AMB )

Die optimistische Jahresperspektive des VDMA-Fachverbands Präzisionswerkzeuge mit einem Wachstum von 4 % teilen die Praktiker in den Unternehmen, wenn auch mit einem gewissen Schuss Skepsis, wie die Messe Stuttgart als Veranstalterin der AMB mitteilt. „Wir halten eine Steigerung in dieser Größenordnung für sehr wahrscheinlich“, sagt beispielsweise Gerhard Knienieder, Mitglied der Geschäftsleitung bei der Präzisionswerkzeuge-Fabrik Emuge-Werk Richard Glimpel GmbH & Co.KG in Lauf an der Pegnitz.

Zinssteigerungen in den USA könnten das Wachstum bei Präzisionswerkzeugen bremsen

Dem stimme grundsätzlich auch Marcus Nolting zu, Leiter Export & Marketing bei Helmut Diebold GmbH & Co.KG, Jungingen, einem Spezialisten für Werkzeugaufnahmen. Seiner Meinung nach werde das Jahr 2014 im Wesentlichen von zwei Entwicklungen geprägt: „Die deutsche und amerikanische Wirtschaft wird das hohe Niveau von 2013 auch in 2014 halten können.“ Gleichzeitig schränkt er jedoch ein: „Die Entwicklung in Schwellenländern wird unter einem massiven Wandel der Zinspolitik leiden, sodass derzeit noch boomende Märkte in 2014 mit einer dramatischen Kapitalflucht und damit Stagnation des Wachstums zu rechnen haben.“

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In dem Maße, wie vor allem die USA die Zinsschraube anziehen, fließe Kapital aus den Schwellenländern ab, das dort dann nicht mehr für Investitionen zur Verfügung steht. Zudem folgten seiner Einschätzung nach die Schwellenländer der Zinspolitik der USA, was Investitionen weiter verteuere. Das könnte laut Nolting massive Auswirkungen auf den Export haben und die optimistische VDMA-Prognose noch ins Wanken bringen.

Wachstum in wichtigen Maschinenbaunationen dürfte auch Werkzeughersteller beflügeln

Lothar Horn, Geschäftsführer der Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH in Tübingen und Vorsitzender des VDMA-Fachverbands, begründet seine optimistische Sichtweise hingegen vor allem mit dem prognostizierten Wachstum aller wichtigen Maschinenbaunationen. Er rechnet mit einem weltweiten Umsatzplus des Maschinenbaus von gut 5 %: „Dafür dürften vermehrt Werkzeuge nachgefragt werden.“

Bestätigt wird er in seiner Einschätzung vom VDMA-Präsidenten Dr. Reinhold Festge, der für den deutschen Maschinenbau 3 % Wachstum im Jahr 2014 voraussagt. Das würde eine Rekordproduktion von 203 Mrd. Euro bedeuten. Auch Festge meint: „Der Schlüssel für das Wachstum des deutschen Maschinen-und Anlagenbaus liegt in den etablierten Märkten, und hier vor allem in Europa.“ Ein wichtiger Aspekt sei für Horn dabei das „breite Fundament, das die Abhängigkeit von einigen wenigen Wachstumsmärkten deutlich zurückgehen“ lasse.

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