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Bauteile erfordern eine ausgeklügelte Fertigungstechnik und viel Erfahrung
Nun ist es aber mit dem Erwerb der Lizenz von Elopin alleine nicht getan. Um Bauteile wie das Grundfos-Pumpengehäuse herstellen zu können, bedarf es einer ausgeklügelten und umfangreichen Fertigungstechnik, so wie man sie jetzt bei Kummer in Ötisheim vorfindet. Die Kummer-Anlage besteht aus zwei Produktionslinien, die zusammen 2 Mio. Teile pro Jahr produzieren können. Kernstück der Anlage ist eine Spritzgießanlage, um die die Peripherie herumgebaut ist. In das Pumpengehäuse sind die Metalleinleger aus CuSn6, die mit einer Zinnoberfläche versehen sind eingebettet. Die sechs Stanzteile haben den bereits beschriebenen Elopin für die lötfreie Verbindung vom Stanzteil zum Trägermaterial, dem Pumpengehäuse. Das Gehäuse selbst besteht aus einer Hartkomponente aus Makrolon und der Dichtung aus Opti-Pren TPV.
Die separat auf einem Stanzautomaten gestanzten Teile sind aufgespult und bereits galvanisch verzinnt. Diese werden anschließend wieder abgewickelt, in einem Stanzbiege-Automaten umgeformt und vereinzelt. Danach werden sie von einem Roboter aufgenommen und in einer Übergabestation bereitgestellt. Ein zweiter Roboter mit sechs Achsen nimmt die vereinzelten Teile auf, setzt sie bei geöffnetem Werkzeug in die Spritzeinheit ein und wechselt sie mit der Hartkomponente auf das Weichspritzen um.
Dabei gelangen die fertiggespritzen Teile in die Kavität. Nachdem der Roboterarm aus dem Werkzeug herausgefahren ist, beginnt ein neuer Spritzvorgang. Die fertigen Gehäuseteile werden in der Zeit des Spritzvorgangs auf ein Umlaufsystem gesetzt, dann zur Prüfzone gefördert und von da aus dem Verpackungssystem, wobei ebenfalls ein Roboter das Handling übernimmt, zugeführt. Der beschriebene Zyklus wiederholt sich für jeden Spritzvorgang, wobei immer zwei Teile pro Fertigungslinie produziert werden.
Das hört sich kompliziert an – ist es aber nicht. Die Kunst, solche Teile in absolut zuverlässiger Qualität herstellen zu können, ist die eigentliche Beherrschung des Prozesses. Und darin besitzt die Kummer GmbH & Co. KG uneingeschränkte Kompetenz. Das Pumpengehäuse wird wohl nicht das einzige Produkt für Kummer bleiben, denn die Nachfrage nach derartigen Produkten ist tendenziell steigend und das badische Unternehmen hat sich über die Jahre mit hochwertigen Hybridteilen bereits eine hervorragende Stellung erworben. Darüber hinaus haben die Hofmanns ihre Infrastruktur so geplant, dass für eine dritte Anlage Platz genug vorhanden ist.
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