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Hochmoderne Längs- und Querteilanlage schneidet Bleche für Lastwagen

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

Eine hochmoderne Längs- und Querteilanlage von Schuler mit einer neuer Steuerung und innovativem Stapler läuft seit fast einem Jahr bei einem Lkw-Hersteller.

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Bei einem Lkw-Hersteller entstehen Bleche für Fahrerhäuser auf einer Schuler-Linie.
Bei einem Lkw-Hersteller entstehen Bleche für Fahrerhäuser auf einer Schuler-Linie.
(Bild: Schuler)

Bei einem Lkw-Hersteller entstehen die Bleche für Fahrerhäuser seit knapp einem Jahr auf einer Linie von Schuler. Die hochmoderne Längs- und Querteilanlage schneidet aus Coils Platinen. Die Schnittlinie verfügt nicht nur als eine der ersten Anlagen von Schuler über die neue einheitliche Visualisierung, sondern auch über ein innovatives Konzept zum Abstapeln der Platinen, wie es in einer Unternehmensmitteilung heißt.

Der sogenannte Multipiling-Stapler ermöglicht es dem Betreiber, auf ein und demselben Ladungsträger unterschiedliche Platinen neben- und hintereinander unterzubringen. Bis zu 16 Arten von Zuschnitten lassen sich auf diese Weise mit einem Hubwagen transportieren.

Digitalisierte Komponenten

Darüber hinaus bietet, so heißt es weiter, die Platinenschneidanlage einen hohen Grad an digitalisierten und vernetzten Komponenten. Das beginne schon mit den Coils, die aus der über 30 m entfernten Nebenhalle auf dem Schienenweg zur Abwickelhaspel gelangen: Auf dem Blechband befindet sich ein Barcode mit Informationen vom Hersteller. Die Schuler-Anlage gleicht sie automatisch mit den im System hinterlegten Daten ab und stellt per Plausibilitäts-Check sicher, dass es sich auch um das richtige Material handelt.

Ist eine besonders hohe Kantengüte gefragt, kann die Besäumschere zu Beginn der Linie den linken und rechten Rand des Blechbands entfernen, wie Schuler mitteilt. Dadurch reduziere sich auch die Coil-Vielfalt. Ein optischer Sensor sorge dafür, dass das Band einen möglichst mittigen Verlauf hat, damit die Anlage die nötige Präzision garantieren könne. Im nächsten Schritt können die Kreismesser der Längsteil-Schere zwei bis vier Streifen unterschiedlicher Breite daraus schneiden, falls kleinere Teile gefragt sind. Die korrekte Einstellung der Messer kann der Bediener zuvor mithilfe eines codierten Magnetstreifens auf der Träger-Welle kontrollieren.

Bis zu vier Platinen herstellbar

Die darauf folgende Querteil-Schere verfügt über zwei unterschiedliche Messersätze und trennt die Platinen vom Band. Dadurch sind mit einem Schnitt bis zu vier Platinen herstellbar. Für den oberen Querträger der Windschutzscheibe zum Beispiel ist auch ein bogenförmiger Schnitt möglich, wie es weiter heißt. Sowohl die Längsteil- als auch die Querteil-Schere lasse sich im laufenden Betrieb vorrüsten, damit es zu keinem unnötigen Stillstand komme.

Vier Magnetförderbänder vereinzeln die Platinen, bevor sie schließlich abgestapelt werden. Die Produktionsbedingungen zeichnet die Anlage dabei von Anfang bis Ende kontinuierlich auf und speichert sie – zusammen mit den Informationen aus dem Walzwerk – in einem Barcode auf dem Platinenstapel. Auf diese Weise kann der Hersteller jederzeit nachweisen, dass er die Platine unter optimalen Voraussetzungen produziert hat.

Im Mai 2017 war die Bestellung über die Platinenschneidanlage eingegangen, im November 2018 startete die Produktion.

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