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Emag Eldec

Induktives Erwärmen mit kürzerer Taktzeit und höherer Prozesssicherheit

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

Emag Eldec zeigt Anwendung mit dem Einsatz von Low-Frequency-Technik (LF).

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Eine typische Anwendung für die Induktionstechnologie von Eldec: Der Kranz muss auf eine Temperatur von mindestens 200 bis höchstens 370°C erwärmt werden.
Eine typische Anwendung für die Induktionstechnologie von Eldec: Der Kranz muss auf eine Temperatur von mindestens 200 bis höchstens 370°C erwärmt werden.
(Bild: Emag)

Schweiß- oder Fügeprozesse stellen gerade im Automobilbau eine besondere Herausforderung dar, denn es müssen riesige Stückzahlen mit minimaler Taktzeit und ohne unzulässige Veränderung im Werkstoffgefüge bearbeitet werden – die induktive Erwärmung ist deshalb häufig ein unverzichtbarer Bestandteil des verketteten Gesamtprozesses: Mithilfe der Technologie lässt sich das Bauteil sehr schnell auf die für den Prozess benötigte Bearbeitungstemperatur bringen. Unmittelbar danach startet der Hauptprozess. Allerdings darf es dabei nie zu einer Überhitzung am Bauteil kommen, die mit einer Härtereduktion, einer Oxidation oder einem unzulässigen Verzug einhergehen kann.

Hohe Prozesssicherheit

Welche Vorteile in diesem Zusammenhang die LF-Generatoren (Low Frequency) von Emag Eldec eröffnen, zeigt sich nach Unternehmensangaben an einem Anwendungsbeispiel aus dem hauseigenen Technologiezentrum: Ziel sei es hier gewesen, einen einfachen Kranz (ähnlich einem Gangrad) auf eine Temperatur von mindestens 200 und höchstens 370°C zu erwärmen – und das mit möglichst kleiner Taktzeit und hoher Prozesssicherheit. Dafür haben die Experten mithilfe einer numerischen Berechnung die induktive Erwärmung mit einer niedrigen Frequenz sowie mit einer typischen Mittelfrequenz vergleichend untersucht.

Die Ergebnisse:

  • Bei Einsatz einer niedrigen Frequenz von 2 kHz und einer Prozessdauer von fünf Sekunden zeigt sich das gewünschte Wärmebild von mindestens 200 Grad Celsius überall im Kranz (siehe Abbildung).
  • Kommt eine Mittelfrequenz von 12,5 kHz zum Einsatz, muss die zulässige Maximaltemperatur auf 420 °C ansteigen. Sonst wird innerhalb der angestrebten fünf Sekunden keine Mindesttemperatur von 200°C überall im Kranz erreicht. Die höhere Maximaltemperatur ist dabei unzulässig.
  • Alternativ kann bei Einsatz von Mittelfrequenzen auch die Prozessdauer erhöht werden. Es ist dann allerdings eine Erwärmungszeit von 8,5 Sekunden nötig, um die gewünschte Temperaturverteilung (ohne Überschreiten der Maximaltemperatur) zu erreichen.

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