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Innovative Verbindungslösungen für das Fügen höchstfester Stahlbleche

| Redakteur: Frauke Finus

Das Spektrum potenzieller Einsatzgebiete, in dem Leichtbau-Materialien eingesetzt werden, steigt kontinuierlich. Insbesondere in der Automobilindustrie finden sich zunehmend Anwendungen aus Leichtbau-Werkstoffen, da Reduzierungen der CO2-Schadstoffemissionen nur über Gewichtsreduzierung zu erreichen ist. Daher hält die Leicht- und Mischbauweise mittlerweile Einzug in nahezu alle Baugruppen zukünftiger Fahrzeugmodelle. Für diese besonderen Anforderungen hat Ejot zwei verschiedene Verbindungssysteme entwickelt.

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Fügen mittels Ejoweld RESS (Reib-Element-Schweiß-System).
Fügen mittels Ejoweld RESS (Reib-Element-Schweiß-System).
( Bild: Ejot )

Besonders der in Multi-Material-Bauweise ausgeführte Karosserie-Rohbau zeichnet sich durch eine Viel-zahl eingesetzter Materialien und Werkstoffe aus. Neben verschiedensten Stahl- und Aluminium-Sorten sind hier insbesondere moderne, ultra-hochfeste Stähle der Güte 22MnB5 zu nennen, die für Struktur- und Sicherheitsbauteile in Fahrzeugen eingesetzt werden. Doch nicht nur diese eingesetzten Materialien erfüllen im Verbund höchste Ansprüche an Sicherheit und Verwindungssteifigkeit, auch die zum Einsatz kommenden Verbindungselemente müssen Stabilität und Sicherheit auch unter höchsten Belastungen gewährleisten. Für diese besonderen Anforderungen hat Ejot zwei verschiedene Systeme entwickelt.

Wenn neben einer einseitigen Zugänglichkeit bei der Montage insbesondere auch die Lösbarkeit der Ver-bindung wichtige Kriterien, gerade im Hinblick auf die Recycling-Fähigkeit, sind, ist die FDS-Schraube das probate Verbindungselement. Mit ihr können Bleche aus Stahl (bis 1,8 mm) und Aluminium (bis 4 mm) hochqualitativ und ohne Vorloch verbunden werden. Daher ist die FDS insbesondere prädestiniert für das Fügen komplexer Space-Frame-Strukturen.

Eine weitere Option für das Fügen unterschiedlicher Materialien und Halbzeugarten ist das so genannte „Reibelementschweißen“, das Ejot unter dem Markennamen Ejoweld vermarktet. Diese innovative Entwicklung bietet dem verbindungstechnischen Anwender die Möglichkeit, mit einem robotertauglichen Reibelement-Setzgerät Mischverbindungen, insbesondere Leichtbauwerkstoffe und ultra-hochfeste Stähle, zu fügen. Mit diesem RESS (Reib-Element-Schweiß-System) ist die Fügeoperation ohne Vorbehandlung der Fügepartner schnell, automatisiert, mit hoher Festigkeit und reproduzierbar realisierbar.

Mit diesen innovativen Verbindungstechniken unterstützt Ejot Leichtbaustrategien der Automobilhersteller im Karosserie-Rohbau. So leisten auch die über 100 Ejoweld-Reibelemente und über 600 FDS-Schrauben, die zum Fügen der Karosserie des neuen Audi Q7 eingesetzt werden, ihren Beitrag, das Gesamtgewicht des Fahrzeugs deutlich zu senken. Laut Hersteller ist im Karosseriebereich gegenüber dem Vorgängermodell eine Gewichtsersparnis von 71 kg realisiert worden, das gesamte Fahrzeug bringt sogar bis zu 325 kg weniger auf die Waage.

Ejot auf der Euroblech 2016: Halle 13, Stand C166

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