Motek 2008 Intelligent verketten durch Simulationen

Autor / Redakteur: Alexander Verl, Dennis Fritsch und Hendrik Mütherich / Rüdiger Kroh

Die vollständig automatisierte Verkettung von Produktionsprozessen kann in vielen Fällen sinnvoll sein. Bei zunehmender automatisierter Verkettung ist jedoch das Risiko groß, dass sich Störungen von Teilbereichen massiv auf das Gesamtsystem auswirken. Untersuchungen von kritischen Teilsystemen lassen sich beispielsweise mit Hilfe von Simulationen durchführen.

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Griff in die Kiste: Bei der Beladung von Maschinen erfolgt die Entnahme häufig aus Behältern, in denen die Werkstücke chaotisch gelagert werden. Bild: Fraunhofer
Griff in die Kiste: Bei der Beladung von Maschinen erfolgt die Entnahme häufig aus Behältern, in denen die Werkstücke chaotisch gelagert werden. Bild: Fraunhofer
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Festlegung eines wirtschaftlichen Automatisierungsgrades ist eine sehr komplexe Aufgabenstellung. Dabei ist insbesondere zu beachten, dass sich Automatisierung in mehreren Schritten vollziehen kann (Bild 1 – siehe Bildergalerie).

Bildergalerie

Im Allgemeinen wird zunächst der eigentliche Produktionsprozess, wie etwa ein Bearbeitungsprozess oder ein Montageprozess, automatisiert. In einem weiteren Schritt werden die Entladung und die Beladung der Maschine automatisiert. Dabei ist die Entladung im Allgemeinen einfacher, da hier die Entnahmeposition und -orientierung bekannt sind. Bei der Beladung hingegen ist zwar die Abgabeposition bekannt, die Entnahme erfolgt jedoch häufig aus Behältern, in denen die Werkstücke chaotisch gelagert werden (Griff in die Kiste).

Schließlich kann auch die Verkettung zwischen einzelnen Produktionsprozessen automatisiert werden. Die Produktion findet somit automatisiert statt. Ausnahmen sind starr verkettete Produktionslinien, in denen der Transfer automatisiert ist, an den Stationen hingegen manuell gearbeitet wird.

Drei Strategien für die Maschinenverkettung

Bild 2 zeigt einige der wichtigsten Komponenten von Materialflusssystemen, unterteilt nach den Teilgebieten Fördern, Lagern und Handhaben. Für die Maschinenverkettung gibt es drei Strategien:

  • die starre Verkettung,
  • die lose Verkettung und
  • die kombinierte Verkettung.

Bei der starren Verkettung werden die Produkte direkt von einer Maschine an die nächste weitergegeben. Dadurch wird die Linie kompakt, die Kapitalbindung an Halbfertigprodukten wird auf ein Minimum reduziert und die Investition in Puffer und Vereinzelungseinrichtungen entfällt.

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