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Umformtechnik

Kalt- oder Warmumformung — beide Konzepte haben ihre Anhänger

| Redakteur: Dietmar Kuhn

Im Zuge des Trends zum Leichtbau entstanden neue Stahlwerkstoffe. Diese lassen sich, glaubt man den Experten, am besten warm umformen. Die Warmumformung, auch Press- oder Formhärten genannt, wird deshalb weiter intensiv diskutiert. Doch es gibt auch überzeugende Argumente für die Kaltumformung.

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Auf der neuen Warm-umformlinie von AP&T produziert Kirchhoff künftig Karosserieteile für Automobile. Bild: Kuhn
Auf der neuen Warm-umformlinie von AP&T produziert Kirchhoff künftig Karosserieteile für Automobile. Bild: Kuhn
( Archiv: Vogel Business Media )

Langsam senken sich die Vakuumsauger auf die vorgeschnittenen Blechplatinen, die auf einem entsprechenden Tisch gestapelt sind. Dabei wird eine Platine gegriffen und auf eine Rollenbahn gelegt, über die die Platine in einen etwa 30 m langen Durchlaufofen gelangt. Am Ofenauslauf, kurz vor der Umformpresse, verlässt die mit etwa 900 °C glühende Platine den Ofen und wird wiederum mit Hilfe eines Manipulators in das Pressenwerkzeug eingelegt. Dort, innerhalb des Werkzeuges, wird das Teil auf etwa 180 °C heruntergekühlt, um anschließend umgeformt zu werden.

Zur Verarbeitung kommen Stähle der Werkstoffsorte 22MnB5, ein borlegierter Stahl, der sich eben warm am besten verarbeiten beziehungsweise umformen lässt. So kann man mit wenigen Worten die Warmumformung von Blechen beschreiben.

Auf Warmumformlinie werden künftig Fahrzeugteile produziert

In eine solche Warmumformanlage der schwedischen Marke AP&T investierte vor etwa einem Jahr die im Sauerland ansässige Firmengruppe Kirchhoff. Kirchhoff zählt zu den großen Zulieferern der Automobilindustrie. Auf der Warmumformlinie sollen künftig Fahrzeugteile, wie etwa Stoßfänger, produziert werden. Markus Löcker, Leiter der Vorentwicklung bei Kirchhoff in Attendorn, ist überzeugt, dass sich die Investition mittelfristig auszahlen wird.

„Bevor wir uns für diese Investition entschieden haben, hatten wir in unserem Versuchs- und Entwicklungszentrum in Attendorn eingehende Voruntersuchungen mit der Warmumformung getätigt. Dabei wuchs die Erkenntnis, dass wir als Automobilzulieferer nicht um diese Technik herumkommen“, konstatiert Löcker. Die Warmumformung wird bei Kirchhoff als unumgängliches Thema gesehen, denn der Zulieferer produziert nicht nur Serienteile, sondern ist auch mit unterschiedlichen Forschungsprojekten befasst, sei es in eigenem oder auch in fremdem Auftrag.

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