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Läpple weiht neue Transferpresse am Standort Heilbronn ein

| Autor: Stéphane Itasse

Der Umformspezialist Läpple Automotive hat in Heilbronn die Einweihung einer neuen 2500-t-Transferpresse gefeiert. Mit der Anlage erweitert das Unternehmen sein Portfolio bei Großpressen und kann damit laut eigener Mitteilung nun rund 90 % der Teile abbilden, die von den Kunden in diesem Segment gefordert werden.

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Die neue Transferpresse bei Läpple Automotive schafft bei einer Presskraft von bis zu 2500 t maximal 30 Hub pro Minute.
Die neue Transferpresse bei Läpple Automotive schafft bei einer Presskraft von bis zu 2500 t maximal 30 Hub pro Minute.
( Bild: Läpple Automotive )

Gut 10 Mio. Euro hat Läpple in die Pressenanlage von Schuler mit Servodirektantrieb investiert. Damit erweitert das Unternehmen sein Produktportfolio und schafft wichtige Kapazitäten für neue Aufträge. Zur offiziellen Einweihungsveranstaltung auf dem Werksgelände in Heilbronn waren rund 150 Gäste aus der Automobilindustrie sowie der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft nach Heilbronn gekommen. Ebenso waren auch Mitarbeiter des Unternehmens geladen, welche einen großen Beitrag zum Bau der Presse beigetragen haben.

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Die neue Transferpresse steht außerdem für den Wandel von Läpple Automotive und den Aufbruch am Standort Heilbronn. Nach einigen schweren Jahren steht das Unternehmen mittlerweile wieder auf soliden Beinen und hat am Standort Heilbronn eine Vielzahl an Maßnahmen gestartet, um die Wettbewerbsfähigkeit dauerhaft zu erhöhen. Dazu zählt neben dem Bau der Transferpresse unter anderem auch ein neues Flächennutzungskonzept, die Eröffnung eines Leichtbau-Technologie-Centers oder die Anschaffung von Messgeräten.

Neue Transferpresse zeigt Veränderungen bei Läpple in Heilbronn

Mit der Einweihungsfeier der Transferpresse ist ein ganz wesentliches Projekt der Standortumgestaltung abgeschlossen worden. Denn die Investition in die Transferpresse ist die größte Einzelinvestition von Läpple Automotive seit über zehn Jahren und setzt damit ein wichtiges Zeichen für die Standortsicherheit in Heilbronn. Für die Finanzierung der Transferpresse haben Management, Mitarbeiter und Arbeitnehmervertretung gemeinsam an einem Strang gezogen und das Projekt finanziell und organisatorisch optimal auf die Beine gestellt.

„Mit dieser Transferpresse zeigen wir nicht nur unseren Kunden, dass wir bereit sind langfristige Investitionen zu tätigen, sondern auch unseren Mitarbeitern am Standort, dass der Blick für die Läpple Automotive nun in Richtung Zukunft geht,“ sagt Dr. Peter Spahn, Vorstandssprecher des Läpple-Konzerns. Die Transferpresse konnte ohne Verzögerung nach 15 Monaten Bauzeit im geplanten Kosten- und Zeitrahmen fertiggestellt werden.

Transferpresse ist technisch ganz auf der Höhe der Zeit

Die Transferpresse verfügt über die neueste Technik hinsichtlich Antrieb, Ausbringung und Energieeffizienz. Der Servodirektantrieb läuft über zwei Torquemotoren, die mit einem Gesamtdrehmoment von 20.000 Nm arbeiten. Bei einer Presskraft von bis zu 2500 t sind maximal 30 Hub pro Minute möglich, wie es heißt bei einer enormen Präzision.

Die Motoren der Presse arbeiten laut Mitteilung energieeffizient, da weder Blindleistung noch Blindstromkompensation notwendig sind. Dadurch ergeben sich geringere Energiekosten im Vergleich zu herkömmlichen Pressenanlagen.

Mit einem Gesamtgewicht von 1000 t sowie einer Anlagenabmessung von 30 m × 12,5 m gehört die Transferpresse zum Segment der XL-Pressen und stellt für Läpple Automotive am Standort Heilbronn eine Erweiterung des Produktportfolios dar.

„Wir sind stolz, dass unsere neue Maschine, mit Ihren breiten Produktionsumfängen, etwa 90 % aller Werkzeuge unserer Kunden abbilden kann. Die neue Transferpresse erweitert somit unsere Kernkompetenzen um einen wesentlichen Bestandteil und ist ein wichtiger Schritt zur langfristigen Standortsicherung“, sagt Läpple-Automotive-Geschäftsführer Oliver Wackenhut.

Die Anlage ist konzipiert für die Verarbeitung von Stahl, hochfestem Stahl und Aluminium vorwiegend für die Fertigung von komplexen Strukturteilen, aber auch für Außenteile einsetzbar. Die Materialverarbeitung kann entweder direkt vom Coil erfolgen oder durch das Einsetzen von Formplatinen erfolgen.

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Über den Autor

Stéphane Itasse

Stéphane Itasse

, MM MaschinenMarkt

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