Trumpf Lasermaschine beherrscht Hausmesse von Trumpf

Redakteur: Dietmar Kuhn

Hausmessen scheinen beliebt zu sein. Bieten sie doch neben den großen Fachmessen Euroblech und Blechexpo eine gezielte Präsentation von Unternehmen mit ihrer Produktpalette und ihrer Leistungsfähigkeit – also ein Blick auch mal hinter die Kulissen. Wie stark so eine Hausmesse von den Kunden angenommen wird, das bewies die Trumpf Intech in Ditzingen, die alle zwei Jahre veranstaltet wird.

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Mit dem Hochleistungslaser Tru-Flow 5000 sollen die neuen Laserschneidmaschinen von Trumpf schneller und mit geringeren Rüstzeiten arbeiten.
Mit dem Hochleistungslaser Tru-Flow 5000 sollen die neuen Laserschneidmaschinen von Trumpf schneller und mit geringeren Rüstzeiten arbeiten.
( Archiv: Vogel Business Media )

Wenn der schwäbische Blechmaschinenhersteller Trumpf zur Hausmesse Intech einlädt, dann darf man davon ausgehen, dass im Ditzinger Vorführzentrum über vier Tage rege Geschäftigkeit herrscht und sich die Besucher in Scharen um die Maschinen drängeln. Dies war auch 2007 so.

3200 Besucher kommen zur Trumpf-Hausmesse

„Die Erwartungen an die Hausmesse haben sich voll erfüllt, auch was die getätigten Besucherzahlen angeht“, ist es von Trumpf zu hören. Mehr als 1400 Firmen hatten rund 3200 Vertreter in das Zentrum der Blechverarbeitung entsandt - viele davon aus dem Ausland. Nach Trumpf-Angaben waren das 35% mehr als zur letzten Intech vor zwei Jahren. Ein schöner Erfolg! Und was gab es zu sehen?

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Der große Renner, so schien es, war die neue Tru-Laser-Serie 5000. Ihre Präsentation wurde exemplarisch am 24-Stunden-Rennen von Le Mans festgemacht. Die „Langstreckenhelden“ wie sie bei Trumpf genannt werden, würden nach Überzeugung ihrer Väter ein 24-Stunden-Rennen mit der bewährten Strategie von Le Mans eindeutig für sich entscheiden, weil sie die wenigsten Boxenstopps benötigen und damit eine Menge Zeit sparen.

Laserflachbettmaschinen passen sich den Blecharten an

Gleichgesetzt den unteschiedlichen Streckenbedingungen können sich die Laserflachbettmaschinen den unterschiedlichsten Blecharten und Blechdicken selbständig anpassen und so praktisch rund um die Uhr arbeiten. Den Ausschlag dafür geben die Ein-Schneidkopf-Strategie, die intelligente Schneidkopfschnittstelle, ein integrierter Kollisionsschutz sowie ein automatischer Düsenwechsler. Damit sind die Tru-Laser-Typen unschlagbar und geben sich bescheiden, was die Rüstvorgänge betrifft.

Sozusagen als Nachbrenner, können die Lasermaschinen mit dem optimierten Schneidverfahren Fast-Line kombiniert werden, womit sich aufgrund verbesserter Achsparameter und umfassender Automatisierung eine hohe Dynamik ergibt, welche die Produktivität um 30% steigern kann.

Tru-Laser 5030 erstmals mit Hochleistungslaser vorgestellt

Die gezeigte Tru-Laser 5030 wurde zur Intech erstmals mit dem Tru-Flow 5000, einem Hochleistungslaser gezeigt. Dieser soll mit seinem magnetgelagerten Turboradialgebläse weitgehend wartungsfrei sein und dem Anwender ein ziemlich breites Feld beim Laserschneiden bieten. Um bei den Hochgeschwindigkeiten zu bleiben - diese sind auch mit Tru-Flow 5000 möglich und zwar bis 40 m/min, wobei auch die dicksten Bleche von 25 mm bei Normalstahl, 20 mm bei Edelstahl und 12 mm bei Aluminium geschafft werden.

Als weiteres Highliht der Trumpf-Hausmesse zogen die neuen Rüst- und Positionierhilfen sowie die Bedienhilfe Mobile Control an den Biegemaschinen der Tru-Bend Serie 3000 auf sich. „Folge dem Licht“ - denn damit lassen sich Biegemaschinen künftig viel einfacher und schneller einrichten.

LED-Lämpchen helfen beim Rüsten und Positionieren

Den Weg weisen dabei kleine, im Millimeterbereich aneinandergereihte LED-Lämpchen. Mit dieser Rüst- und Positionierhilfe wird der Maschinenbediener zur optimalen Einstellung von Werkzeug und Werkstück geführt. Er kann sich dabei voll auf die eigentliche Biegearbeit konzentrieren und muss nicht mehr zwischen Maschine und Steuerung hin und her pendeln.

Angebracht ist diese Einricht- und Biegehilfe direkt oberhalb der Skalierung in der Abdeckung der Oberwerkzeugklemmung. Mit seinen beiden Funktionen erleichtert es den Rüstvorgang, weil der Bediener nicht mehr die Position der Werkzeuge vom Rüstplan an der Steuerung ablesen muss und zum anderen kann das Werkstück beim Stationenbiegen durch die Leuchtanzeige einfach in Position gebracht werden, ohne einen Blick auf die Steuerung. Beides spart Rüst- und Taktzeiten und steigert somit die Produktivität von Mensch und Maschine.

Mit Mobile Control erhält der Biegefachmann eine weitere wertvolle Hilfe die ihm das Leben an der Maschine leichter macht. Die Einrichtung wird, wie auch die Module der bekannten Winkelsensorik ACB (Automatically Cotrolled Bending), in eine vorbereitete Schiene am Druckbalken eingesetzt und weist die wichtigsten Funktionen des Bedienpultes sowie die Start- und Stopp-taste der Steuerung TASC 6000 auf.

Bis zur vier Module helfen beim Biegen

Eine besonders hohe Effektivität wird dadurch erreicht, wenn über die gesamte Biegelänge mehrere Mobile Control-Module gleichmäßig verteilt sind - bis zu vier Module können es sein, wobei auch eine Kombination mit ACB möglich ist.

Vorerst gibt es die elektronischen Biegehelfer für die Tru-Bend Serie 5000. Nachrüsten ist aber auf jeden Fall auch möglich.

Besucher der Intech 2007 konnten sich über die beiden Highlights hinaus aber auch für die Laserbeschriftungsmaschinen und -methoden sowie für die Elektrowerkzeuge begeistern. In Ditzingen war man bezüglich der hervorragenden Resonanz ziemlich glücklich, zumal, wie zu hören war „die Messe auch ein Spiegelbild der derzeitigen Konjunktur darstellt. Das, so heißt es weiter, zeigt, dass die Kunden sowohl mit der eigenen wirtschafltichen Lage, als auch mit dem Trumpf-Service äußerst zufrieden sind.“

Um so mehr erfreut es den schwäbischen Maschinenbauer, das etwa 30% der Besucher, die eine Maschine gekauft, oder zumindest den Vertrag unterschrieben haben, erstmals Trumpf-Kunden waren.

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