Corona-Paroli Luftreiniger verringert Virenlast in kurzer Zeit

Redakteur: Peter Königsreuther

Nestro Lufttechnik verweist in den herrschenden Corona-Zeiten auf seine Luftreiniger Vitapoint. Einer davon ist am Fraunhofer-WKI getestet und auf seine Wirkung in überprüft worden.

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Den Vitapoint-Luftreiniger von Nestro gibt es in vier Größen. Ein System wurde jetzt auf seine Effizienz bei der Beseitigung von Bakteriophagen getestet. Das Ergebnis lässt aufatmen.
Den Vitapoint-Luftreiniger von Nestro gibt es in vier Größen. Ein System wurde jetzt auf seine Effizienz bei der Beseitigung von Bakteriophagen getestet. Das Ergebnis lässt aufatmen.
(Bild: Nestro Lufttechnik)

Genauer gesagt, hat sich der Fachbereich Materialanalytik und Innenluftchemie des Braunschweiger Forschungsinstituts den Vitapoint 3000 näher angeschaut. Die Analyse unter Laborbedingungen wurde mit der Variante für maximal 80 m² messende Raumflächen durchgeführt. Die Tests sollten zeigen, wie gut etwa Bakteriophagen aus der Luft entfernt werden. Speziell ging es um MS2-Phagen, die, wie Nestro erklärt, mit etwa 30 nm rund 4 mal kleiner sind als der Sars-Cov-2-Erreger.

Bakteriophagenreine Luft nach maximal 20 Minuten

Für den Versuch wurde der Vitapoint 3000 in eine 30 m³ große Edelstahl-Prüfkammer gestellt, die bei einer Temperatur von 23 °C und einer relativen Luftfeuchte von 50 % betrieben wurde. Die Anordnung entspricht den Vorgaben des europäischen Referenzraumes nach DIN EN 16516, heißt es. Die Prüfkammer wurde statisch betrieben. Der Luftreiniger wurde dazu mittig im Raum positioniert, und zwar mit einem Wandabstand von > 1 m. Eine Suspension, die Bakteriophagen MS2 enthielt, wurde dann als Nebel in die Kammer gebracht. Nach der Durchmischungsphase wurden in regelmäßigen Zeitabständen vier Proben der Kammerluft über Sammelmedien geleitet, um die Konzentration an vermehrungsfähigen Viren zu bestimmen, erklären die Experten. Dadurch wurde zunächst die natürliche Abnahmerate in der Prüfkammer in Erfahrung gebracht. Anschließend wurde der Luftreiniger erst eingeschaltet. Betrieben wurde dabei auf der maximalen Leistungsstufe, die 2200 m³/h umwälzt. Erneut wurden regelmäßig Luftproben zur Analyse entnommen. Über den Vergleich der zwei Durchläufe wurde die Effizienz des Luftreinigers im Vergleich zur natürlichen Abnahme bestimmt. Demnach kann der Vitapoint 3000 innerhalb von 15 bis 20 Minuten rund 99,97 % der Bakteriophagen beseitigen. Auch die Konzentration von ultrafeinen Partikeln ist dementsprechend minimiert worden, merkt Nestro an. Das spielt eine Rolle, weil diese Partikel, zu denen auch Aerosole gehören, Viren transportieren können.

Die Filterleistung kann damit begründet werden, dass das System mit einem sogenannten Hepa-Filter der Klasse H14 (Abscheidegrad 99,995 %) mit Vorfilterschutz arbeitet. Das ist laut Hersteller das Niveau in Operationssälen. Zum Vergleich: Ein H12-Filter (Abscheidegrad größer 99,5 %) beseitigt etwa 100 mal weniger Partikel und Keime.

Hochleistungs-Filtersystem in vier Baugrößen

Den Vitapoint gibt es außer für 80 m² auch für 40, 160 und 300 m², heißt es weiter. Die größeren Vertreter der Baureihe mit den Leistungsklassen 5000 und 6000 messen während der Filterarbeit außerdem ständig den CO2-Gehalt der Umgebungsluft, betont der Hersteller. Die hygienisch saubere Luft wird dann über ein Lüftungsgitter an der Oberseite des Systems zurück geführt. So entstehe eine kontinuierliche Strömung, die Temperaturverluste im Raum verhindere. Die abgeschiedenen Partikel bleiben natürlich in den Filtern. Sie werden mit diesen entsorgt. Die zylindrische Form - ohne Ecken und Kanten - wurde nach Aussage des Herstellers ganz bewusst gewählt, damit man auch in Kindergärten, Pflege- und Seniorenheimen, Schulen und Sporthallen damit arbeiten kann.

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