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MES

Manufacturing Execution System schließt Lücke in der Fertigung

| Autor/ Redakteur: Herbert Parnreiter / Reinhold Schäfer

Gute MES-Systeme bieten heute durchgehende und integrierte Funktionen für nahezu alle Aufgaben im produktionsnahen Umfeld eines Unternehmens. Diese reichen von der Planung der Maschinenbelegung oder Personaleinsatzplanung über die Sicherstellung der Traceability mittels Chargenführung bis hin zur Prozessdatenerfassung.

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Komplexe Maschinen oder Anlagen ohne prozessnahe IT sind mittlerweile unvorstellbar. Bild: Stockphoto
Komplexe Maschinen oder Anlagen ohne prozessnahe IT sind mittlerweile unvorstellbar. Bild: Stockphoto
( Archiv: Vogel Business Media )

Je näher man die Fertigung betrachtet, umso schwächer ist – nach wie vor – die Durchdringung mit Informationstechnik (IT). Dabei sind heute in nahezu allen produzierenden Unternehmen ab einer gewissen Größe ERP-Systeme erfolgreich im Einsatz. Sie liefern die dispositiven Leitplanken für das Unternehmen und geben der Fertigung richtige Bedarfsmengen und -zeitpunkte vor.

Lücke zwischen Maschine und ERP

Auch der Maschinenpark ist heute meist hoch automatisiert. Komplexe Maschinen oder Anlagen ohne prozessnahe IT sind mittlerweile unvorstellbar. Doch zwischen Maschine und ERP klafft heute in vielen Unternehmen noch immer eine große Lücke.

Unzählige Excel-Tabellen können dort auf- grund des hohen Arbeitsaufwandes bei gleichzeitig oft unbefriedigenden Ergebnissen bestenfalls Lückenfüller und nicht dauerhafte Lösung sein. Manchmal unstabile, unsichere Datenbeschaffung und Abhängigkeiten vom Autor sprechen ebenfalls nicht für diese Übergangslösung.

Erfassung von Betriebsdaten und Maschinendaten bringt Transparenz

Innovative Fertigungsunternehmen haben vor 30 und mehr Jahren begonnen, durch die Einführung von Systemen zur Betriebsdatenerfassung Transparenz in die Produktion zu bringen. Auch die Maschinendatenerfassung hat eine lange Tradition. Mitte, Ende der 90er-Jahre setzte das IT-Unternehmen IDS Scheer mit seinem Fertigungsleitstand für die Feinplanung der Produktion neue Maßstäbe für den Einsatz von IT in der Fertigung.

Als Dachbegriff für all diese Anwendungen entstand in den folgenden Jahren das Kürzel MES, sprich: Manufacturing Execution System. Darunter wurden auch weitere produktionsnahe Funktionalitäten gefasst.

MES-Systeme bieten durchgehende und integrierte Funktionen

Gute MES-Systeme bieten heute durchgehende und integrierte Funktionalitäten für nahezu alle Aufgaben im produktionsnahen Umfeld eines Unternehmens. Diese reichen von der Planung der Maschinenbelegung oder Personaleinsatzplanung über die Sicherstellung der Traceability mittels Chargenführung bis zur Prozessdatenerfassung.

Natürlich haben alle namhaften MES-Hersteller ihre Systeme sowohl an ERP-Systeme angedockt als auch an die Maschinenebene. Auch wenn sich in der Praxis diese Systeme und deren Integration durch Funktionalität und Technologie teilweise gravierend unterscheiden, erfüllen sie heute alle gemeinsam eine Funktion: die Lücke zwischen ERP und der Maschinenebene zu schließen.

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