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Maschinenbau trudelt weiter abwärts

| Redakteur: Stéphane Itasse

Die Auftragseingänge im Maschinenbau sinken weiter, wenn auch langsamer. Die Bestellungen verfehlten ihr Vorjahresniveau um real 3 %, wobei die Inlandsorders um 4 % und die Aufträge aus dem Ausland um 3 % zurückgingen, wie der VDMA am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilt.

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Die Auftragseingänge im deutschen Maschinenbau gehen nicht mehr so stark zurück wie in den vergangenen Monaten.
Die Auftragseingänge im deutschen Maschinenbau gehen nicht mehr so stark zurück wie in den vergangenen Monaten.
(Bild: Kuka)

„Damit ist der Abschluss im Juli zwar weniger trübe ausgefallen – eine kleine Atempause. Doch der Trend zeigt weiter nach unten und die Geschäfts- und Exporterwartungen bleiben angesichts der konjunkturellen und politischen Risiken für die zweite Jahreshälfte pessimistisch“, sagte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers, „Die Geschäftsklimaindikatoren sind weiter deutlich rückläufig.

Positiv fiel die Bilanz im Juli für die Bestellungen aus den Euro-Ländern aus, die um 3 % im Vergleich zum Vorjahr zulegen konnten. Aus den Nicht-Euro-Ländern wurden dagegen 5 % weniger Aufträge verbucht. Im Dreimonatsvergleich Mai bis Juli 2019 lagen die Bestellungen um real 8 % unter dem Vorjahreswert. Inlands- und Auslandsorders verbuchten gleichermaßen ein Minus von 8 %, wobei die Bestellungen aus den Euro-Ländern um 9 % sanken, aus den Nicht-Euro-Ländern kamen 7 % weniger Aufträge.

Vier Maschinenbau-Fachzweige mit mindestens 20 % Plus beim Auftragseingang

Bei den einzelnen Fachzweigen gibt es auf Dreimonatssicht aber auch deutliche Ausreißer nach oben. „Wir haben vier Fachzweige mit einem Plus von 20 % und mehr beim Auftragseingang: Power Systems, Bekleidungs- und Ledertechnik, Gießereimaschinen und Bergbaumaschinen“, erläuterte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann im Gespräch mit MM Maschinenmarkt. Auf der anderen Seite erlebten Werkzeugmaschinen, Textilmaschinen, Fluidtechnik, Robotik und Automation sowie Kunststoff- und Gummimaschinen ein Minus von 20 % oder mehr.

Durch den bereits seit über einem Jahr dauernden Handelskonflikt zwischen den USA und China sieht Wiechers auch Auswirkungen auf den deutschen Maschinen- und Anlagenbau: „Die Chinesen kaufen weniger ein, wir haben im ersten Halbjahr im Export gerade einmal knapp auf dem Vorjahresniveau abschließen können. Auch in den USA sinkt die Investitionslaune. Und letztlich sehen wir auch bei uns Einbußen bei anderen Kunden des Maschinen- und Anlagenbaus weltweit.“

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