Elektrowerkzeuge Metabo sprengt mit neuen Winkelschleifern bisherige Grenzen

Redakteur: Rüdiger Kroh

Bis zu 50 % mehr Drehmoment und eine um bis zu 20 % höhere Abgabeleistung: Mit siner neuen Winkelschleifer-Generation will Metabo die Limits für den Einsatz neu definieren.

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(Bild: Kroh)

Hier schleift der Chef noch selbst – zumindest vor den rund 50 Journalisten aus 15 Ländern auf der Pressekonferenz anlässlich der Präsentation der neuen Winkelschleifer-Generation von Metabo. „Die kompakten Winkelschleifer sprengen bisherige Grenzen und damit ist die Maschine nicht mehr der limitierende Faktor bei der Arbeit”, betonte Horst W. Garbrecht, Vorstandsvorsitzender von Metabo.

Trennen und schleifen ohne Abkühlpausen

Die neuen Werkzeugen seien die leistungsstärksten Geräte ihrer Klasse auf dem Markt und vor allem auf Robustheit und Überlastfähigkeit getrimmt. „Damit können die Anwender viel effizienter und schneller trennen und schleifen”, so Gabrecht, „weil unsere neuen Winkelschleifer auch bei harten Anwendungen so gut wie keine Abkühlpause brauchen”. Für Metabo sind professionelle Winkelschleifer die wichtigste Produktgruppe. In diesem Segment hat man in den weltweiten Märkten einen Anteil von durchschnittlich 15 %. „Und mit der neuen Generation wollen wir unseren Absatz in den nächsten zwei Jahren um 20 % steigern”, nannte der CEO das Ziel.

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Die Herausforderung bei der Entwicklung der Werkzeuge war die Erhöhung der Leistungsdichte. „Dafür mussten wir den Kupferanteil im Motor vergrößern”, erklärte Volker Siegle, Direktor Produktentstehung und Qualität. „Und das Geheimnis liegt letztlich in der automatisierten Kupferspulenbewicklung von Halbschalen.” Hinzu kommt ein neuartiges Belüftungskonzept, das die Luft zur Kühlung des Motors mit 400 km/h umlenkungsfrei durch das Gehäuse saugt. Das Ergebnis sei eine um 20 % höhere Abgabeleistung, eine 20 % bessere Motorkühlung und 50 % mehr Drehmoment. Für die Fertigung der Winkelschleifer hat Metabo am Hauptsitz in Nürtingen 3 Mio. Euro in eine neue Motorenlinie investiert.

22 neue Modelle von 900 bis 1700 W

Die neue Generation umfasst 22 Modelle von 900 bis 1700 W mit unterschiedlicher Ausstattung und für Scheibendurchmesser von 100 bis 150 mm. Weltweit einzigartig sind laut Metabo die Geräte mit 1700 W, die so klein wie eine 1200-W-Maschine seien und eine in dieser Baugröße nie dagewesene Leistungsdichte bieten sollen.

Im vergangenen Jahr hat der Werkzeughersteller einen Umsatz von 348 Mio. Euro erwirtschaftet, was währungsbereinigt einem Wachstum von 3 % entspricht. Dabei konnte Metabo in Europa, trotz eines Marktrückgangs bei professionellen Elektrowerkzeugen um 1 %, um 4,5 % zulegen. „Wir gewinnen in Europa deutlich Marktanteile und erzielen hier 70 % unserer Umsätze”, sagte Garbrecht.

10 % Umsatzplus im ersten Quartal

Im ersten Quartal 2014 hat das Nürtinger Unternehmen seinen Plan übertroffen. Der weltweite Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10 % gesteigert werden. In Deutschland lag Metabo 13 %, in Europa 11 %, in Nordamerika 15 % und in Rußland 18 % über Vorjahr. „Die Lokomotive war der Akkubereich, der im ersten Quartal um 25 % zugelegt hat”, so der Vorstandsvorsitzender.

Mit der Vision von der kabellosen Baustelle hat Metabo einen Fokus auf Akkuwerkzeuge und arbeitet derzeit an einer Verbesserung der Hochstromfähigkeit. „Damit rückt die Realisierung eines 36-V-Akku-Zweihandwinkelschleifers für 2015 in greifbare Nähe”, gab Garbrecht einen Ausblick.

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