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LASYS 2016 Mikro-Materialbearbeitung via UKP-Laser ist auf dem Vormarsch

| Redakteur: Peter Königsreuther

„Die Mikro- und Feinbearbeitung von Metallen und Polymeren steht für über die Hälfte des globalen Marktes für Laser-Materialbearbeitungssysteme“, so der Lasermarktanalyst Dr. Arnold Mayer, CEO von Optech Consulting. Deshalb wird außer der Makrobearbeitung auch das Thema Mikrobearbeitung im Fokus der LASYS 2016 stehen.

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Die Mikro-Materialbearbeitung mit Lasern, die im UKP-Bereich arbeiten, ist laut LASYS-Veranstalter auf dem Vormarsch, um viele Instanzen der konventionellen industriellen Fertigung zu durchdringen. Deshalb stellt man unter anderen auch dieses Laser-Thema auf der kommenden Veranstaltung im Mai in den Fokus.
Die Mikro-Materialbearbeitung mit Lasern, die im UKP-Bereich arbeiten, ist laut LASYS-Veranstalter auf dem Vormarsch, um viele Instanzen der konventionellen industriellen Fertigung zu durchdringen. Deshalb stellt man unter anderen auch dieses Laser-Thema auf der kommenden Veranstaltung im Mai in den Fokus.
(Bild: Messe Stuttgart)

Als einzige internationale Fachmesse widmet sie sich speziell der Laser-Materialbearbeitung und präsentiert vom 31. Mai bis 2. Juni 2016 zum fünften Mal die neuesten Laserfertigungssysteme, laserspezifischen Komponenten sowie Subsysteme auf dem Stuttgarter Messegelände.

„In den vergangenen fünf Jahren haben vor allem die Ultrakurzpulslasersysteme zu neuen fertigungstechnischen Anwendungen in der Präzisions- und Mikrobearbeitung geführt“, erläutert Dr. Siegfried Pause, Geschäftsführer des LASYS-Ausstellers LLT Applikation. Gerade bei der Mikrobearbeitung kommt es darauf an, thermische Defekte in den Randbereichen der Bearbeitungszone und damit Verformungen zu vermeiden. Deshalb setzen einige Maschinenhersteller hier immer mehr auf Ultrakurzpulslaser (UKP-Laser). Bei extrem kurzen Laserpulsen, die auf das Material einwirken, entstehen nichtlineare Wechselwirkungsprozesse, die praktisch zu einem Materialabtrag ohne Wärmeeinwirkung führen, was auch als Ablation oder kalte Bearbeitung bezeichnet wird. Kleinste und filigrane Teile können gratfrei und ohne Wärmeverzug gefertigt werden.

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Schonende Bearbeitung für hart bis zart

„Mit dem Einsatz von UKP-Lasersystemen ist es erstmals möglich geworden“, so Dr. Pause weiter, „dünne Schichten etwa auf optischen Elementen mit dem Laser in sehr kleinen Dimensionen zu strukturieren, ohne jegliche Schädigung des Substrats.“ Hiervon profitieren viele Branchen wie etwa die Automobil-, Medizintechnik-, Feinmechanik-, Optik- und Elektronikindustrie, Umwelt- und Messtechnik sowie die Schmuck- und Designindustrie. Weitere Vorteile nennt Jan Wieduwilt, Branchenmanager Mikrobearbeitung bei Trumpf: „Ultrakurzpulslasersysteme bearbeiten schonend, präzise und hoch produktiv nahezu jedes Material. Sie bohren haarfeine Löcher in Metalle oder Leiterplatten, schneiden medizinische Gefäßstützen aus Polymer-Röhrchen oder bruchfeste Displaygläser für Smartphones, strukturieren Oberflächen von Dünnschicht-Solarzellen, trennen hauchdünne Kunststofffolien und bearbeiten spröde Keramikteile, ja sogar Diamanten“.

In der Medizintechnik schneiden Laser Stents, und zwar gratfrei und in kleinsten Dimensionen mit Rohrdurchmessern kleiner als 0,5 mm und Wanddicken von 0,1 mm. „Herkömmliche Nassschneidprozesse sind hier technisch nicht realisierbar“, sagt der LLT-Chef. Er erklärt weiter: "Die wirtschaftliche Fertigung von Stents in der Medizintechnik ist durch das Mikro-Laserschneiden überhaupt erst möglich geworden. Implantate können immer kleiner werden und sind in Blutgefäßen im Kopfbereich oder sogar im Auge einsetzbar.“ Der Aussteller LLT wird zu diesem Themenkomplex auf der LASYS 2016 fortschrittliche Laseranlagen präsentieren.

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