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8. Laser-Anwenderforum

| Autor/ Redakteur: Stefanie Michel / Stefanie Michel

Zum 8. Laser-Anwenderforum des Bremer Instituts für angewandte Strahltechnik (BIAS) konnte Geschäftsführer Prof. Dr. Frank Vollertsen am 12. und 13. September etwa 100 Anwender und Laser-Experten in der Hansestadt begrüßen. Während am ersten Tag Erfahrungsberichte und Entwicklungstrends aus der industriellen Produktion im Mittelpunkt standen, befassten sich die Teilnehmer am zweiten Tag mit dem Schwerpunktthema Qualitätssicherung.

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Prof. Dr. Peter Hoffmann (Erlas): „Die die komplette Systemtechnik muss für das Schweißen komplexen Bauteilen optimal eingestellt sein.“
Prof. Dr. Peter Hoffmann (Erlas): „Die die komplette Systemtechnik muss für das Schweißen komplexen Bauteilen optimal eingestellt sein.“
( Bild: Michel )

Besonders die Automobilindustrie zeigt: Laserschweißen ist hier nicht mehr wegzudenken. So berichtet Dr. Michael Zürn von Daimler, dass „die schmalen Flansche an den Fenstern ohne Lasereinsatz nicht möglich wären“. Daimler nutzt seit 2007 Laserschweißen und ist damit äußerst effizient. Beim Fügen von Stahl hat das Robscan-Verfahren das Widerstandspunktschweißen abgelöst und setzt in einer Minute 1550 Punkte.

Hier spielt ein Trend hinein hinein, den Prof. Dr. Peter Hoffmann von der Erlanger Lasertechnik (Erlas) ausführlicher beschriebt: Die die komplette Systemtechnik muss für das Schweißen komplexen Bauteilen optimal eingestellt sein. Dafür sind geeignete Steuerungen, eine Offline-Programmierung aber auch eine Qualitätssicherung nötig, um sowohl schnell als auch sicher zu fügen.

Industrie rüstet mehr und mehr auf Festkörperlaser um

Ein weiterer Trend lässt sich anhand der Anwenderberichte deutlich erkennen – auch wenn er nicht neu ist: Der CO2-Laser hat zuverlässig seinen Dienst getan, doch jetzt wird mehr und mehr auf Festkörperlaser umgerüstet. Ein Beispiel gab beim Bremer Laser-Anwenderforum Johannes Kraus von Keiper, der aus der Praxis heraus über die Vorteile der Festkörperlaser berichten konnte. Dazu zählen laut Kraus unter anderem, dass die Laserquelle nicht in räumlicher Nähe zur Schweißzellen stehen muss, der Wirkungsgrad von CO2-Laser bereits übertroffen wird sowie eine flexible Layoutgestaltung durch längenskalierbare Lichtleitkabel möglich ist.

Auch wenn für viele Verbindungen Laserschweißen bereits unverzichtbar geworden ist, sind noch viele Probleme zu lösen. Noch immer beschäftigt die Anwender den Lasereinsatz beim Fügen von Mischverbindungen (Aluminium mit CFK oder Aluminium mit hochfesten Stählen) sowie beim Fügen von Aluminium.

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