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Energieeffizienz-Förderung

Mit Bafa-Förderung clever in Energieeffizienz investieren

| Autor/ Redakteur: Michael Wüppelmann / Stéphane Itasse

Bis zu 30 % der Nettoinvestitionskosten für energieeffiziente Technologien können über die Förderung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) erstattet werden. Um die Förderung erfolgreich auf den Weg zu bringen, sollten Unternehmen ein paar Details und Tipps beachten.

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Bild 1: Bafa-Fördergelder lassen sich beispielsweise für die Investition in Anlagen zur Wärmerückgewinnung beantragen, wie die Boge Duotherm.
Bild 1: Bafa-Fördergelder lassen sich beispielsweise für die Investition in Anlagen zur Wärmerückgewinnung beantragen, wie die Boge Duotherm.
( Bild: Boge )

Grundsätzlich richtet sich die Förderung des Bafa an den Mittelstand, das heißt an Unternehmen, die nicht mehr als 500 Mitarbeiter beschäftigen und deren Jahresumsatz 100 Mio. Euro nicht übersteigt. Zudem dürfen vom Antragsteller innerhalb der letzten drei Jahre nicht mehr als 200.000 Euro Förderung im Sinne von De-minimis-Beihilfen bezogen worden sein – inklusive des aktuellen Antrages.

Staat fördert Investitionen in neue Druckluftanlagen bis 30.000 Euro

Die übrigen Voraussetzungen betreffen die Maßnahme selbst: So muss das Investitionsvolumen für Einzelmaßnahmen mindestens 2000 Euro betragen und darf 30.000 Euro nicht übersteigen. Prinzipiell ist zu beachten: Bereits bestellte oder gekaufte Maschinen werden nicht gefördert. Das heißt, der Antrag muss zwingend vor Bestellung der Anlage beim Bafa eingegangen sein.

Der wichtigste Faktor betrifft die Effizienz der geplanten Anlage: Nur wenn die gewünschte Neuanschaffung die Effizienzkriterien des Bafa einhält, hat der Antrag Chancen auf Erfolg. Das bedeutet, Druckluftanwender sollten sich beim Hersteller darüber informieren, ob die ausgewählte Anlage förderfähig ist. Im Bereich der Einzelmaßnahmen sind nur Ersatzinvestitionen in neue Schraubenkompressoren mit einem Druckniveau zwischen 3 und 15 bar Überdruck förderfähig. Ergänzt wird dies noch durch die Förderung von Investitionen in übergeordnete Steuerungen und Wärmetauscher für die Wärmerückgewinnung.

Antragstellung ist der erste Schritt zu den Fördergeldern

Unternehmen, die Förderung beantragen möchten, füllen zunächst das elektronische Bafa-Antragsformular online aus. Dazu wird, je nach Unternehmen, ein Handelsregisterauszug oder ein Auszug aus der Handwerksrolle oder eine Gewerbeanmeldung als Upload beigefügt. Außerdem muss ein Produktdatenblatt oder eine Bestätigung des Herstellers der neuen Anlage hochgeladen werden, die die geforderten Effizienzkriterien der künftigen Anlage ausweist. Wichtig: Die Dateien dürfen nicht größer als 10 MB sein.

Das Bafa bestätigt den Eingang des Antrages nicht. Erst vier bis sechs Wochen nachdem der Antrag inklusive Anlagen elektronisch an das Bafa versendet wurde, kann man den Zuwendungsbescheid – mit Angabe des bewilligten Zuschusses – des Bafa erwarten. Mit diesem Bescheid erhält der Anmelder Hinweise und Formulare für den späteren Verwendungsnachweis. Soll die Umsetzung der Maßnahme jedoch schnell beginnen, benötigt der Antragsteller einen Beleg für den Eingang beim Bafa, um nachzuweisen, dass erst nach Antragstellung mit dem Projekt begonnen wurde. Bei der elektronischen Anmeldung erhält der Anmelder nach der Versendung eine Internet-ID beziehungsweise Vorgangsnummer für den Upload-Bereich, die als Nachweis ausreichend ist. Dazu sollte sich der Anmelder sein versendetes Anmeldeformular als PDF-Datei speichern und ausdrucken. Möchte der Anwender mit der Umsetzung der Maßnahme beginnen, bevor das Bafa der Förderung zugestimmt hat, so ist dies nicht bewilligungsschädlich, denn der Antragseingangsbeleg des Bafa beweist, dass das Unternehmen erst nach Eintreffen des Antrags beim Bafa mit der Umsetzung des Projekts begonnen hat. Bei diesem Vorgehen nehmen Unternehmen allerdings das Risiko in Kauf, dass der Antrag aufgrund anderer Sachverhalte abgelehnt wird.

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