Suchen

Werkzeugbau

Mit dem Autoform-Cost-Calculator die Kosten für Umformwerkzeuge stets im Griff

| Autor/ Redakteur: Daniel Fries / Dietmar Kuhn

Die Marktpreise für Werkzeuge sind dermaßen tief, dass ein fertiges Werkzeug auf dem Weltmarkt mitunter billiger zu beschaffen ist als das Rohmaterial dafür. Dass sich eine Werkzeugkostenkalkulation in der Automobil- und Zulieferindustrie hierzulande trotzdem lohnt zeigt das Beispiel der Daimler AG.

Firmen zum Thema

Die Rohkarosserie der aktuellen C-Klasse bietet dank moderner Werkstoffe viel Sicherheit und trotz mehr Größe weniger Gewicht. Die Werkzeugkosten wurden mit Autoform-Cost-Calculator berechnet.
Die Rohkarosserie der aktuellen C-Klasse bietet dank moderner Werkstoffe viel Sicherheit und trotz mehr Größe weniger Gewicht. Die Werkzeugkosten wurden mit Autoform-Cost-Calculator berechnet.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Motivation zur systematischen Kalkulation der Werkzeuge gründet für die Daimler AG darin, den wahren Werkzeugwert und damit die tatsächlichen Werkzeugkosten zuverlässig in Erfahrung zu bringen. In der Vergangenheit wurde beispielsweise der Zielpreis genommen und auf die einzelnen Operationen heruntergebrochen. Andere Kalkulationsweisen liefen über Vorgängermodelle, Referenztypen oder vergleichbare Bauteile, auf die man sich gestützt hat. Für die Sindelfinger ist es hingegen wichtig, Einblick zu haben, wo exakt die maßgeblichen Kosten anfallen.

Systematische Kalkulation von Werkzeugkosten betreiben

Zum Beispiel haben Schieber einen großen Anteil an den Werkzeugkosten. Dann ist es lukrativ, den Stellhebel Schieberkosten zu bewegen, indem beispielsweise Arbeitsrichtungen verändert, Kaufschieber eingesetzt beziehungsweise sogar Bauteile entsprechend verändert werden.

Daimlers Werkzeugbau in Sindelfingen verfolgt das Ziel, die Kalkulation der Werkzeugkosten mit einer verlässlichen Systematik betreiben zu können. Verschiedene Möglichkeiten, die Kosten zu berechnen, wurden dazu untersucht – von der ausschließlich manuellen Kalkulation über die mit EDV kombinierte Variante bis zur vollständig softwarebasierten Kalkulationsweise.

Die manuelle Variante fiel rasch weg, denn zwei Kalkulatoren, die das Gleiche berechnen, kommen aufgrund ungleicher Erfahrungswerte und subjektiver Wahrnehmungen zwangsläufig auf unterschiedliche Ergebnisse. Auch bei der halbelektronischen Kalkulationsweise, zum Beispiel über Excel-Tabellen, überwiegen diese erfahrungsbasierten, subjektiven Faktoren. In Sindelfingen wurde jedoch die objektive Referenz beim Kalkulieren gefordert. Zweifelsfrei bieten das einzig die 3D-CAD-Daten des jeweiligen Bauteils.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 311476)

Autoform; Bild: Michel; ; Archiv: Vogel Business Media; Aida; Vogel Communications Group GmbH & Co. KG; Design Tech; VBM; Mack Brooks; Schall; BVS; Ejot; Bomar; Microstep; Kjellberg Finsterwalde; J.Schmalz; Mafac; Geiss; Hypertherm; Thyssenkrupp; ©natali_mis - stock.adobe.com; Dillinger; IKT; Schöller Werk; Vollmer; 3M; Mewa; © momius - Fotolia; Deutsche Fachpresse; Vogel Communications Group ; MPA Stuttgart; Gesellschaft für Wolfram Industrie