Rohrbearbeitung Mit einer automatisierten Fertigungszelle alles im Griff
Damit das halten und führen einer Motorsäge oder Motorsense sicher bleibt und funktioniert, bringt Stihl an jedem Gerät einen speziell entwickelten Haltegriff an. Unterschiedliche Geräte benötigen unterschiedliche Griffe, deshalb kann man sich denken, was im Stihl-Werk Tengen-Wiechs am Randen jährlich produziert wird. Neuerdings werden die Griffe in einer Fertigungszelle automatisch hergestellt.
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Die Griffrohrfertigung ist eines der wichtigsten Standbeine des Stihl-Werkes 3 in Tengen-Wiechs am Randen. Fast abgelegen und in Nähe zur Schweizer Grenze sind in Tengen-Wiechs am Randen rund 60 Mitarbeiter beschäftigt. Außer den Griffrohren werden dort auch Dickichtmesser, Elektrosägen, Lager mit Schutz und Schärfgeräte hergestellt.
Griffe aus glänzendem oder eloxiertem Material
„Bei den Griffen unterscheiden wir grundsätzlich zwischen glänzendem Material und eloxiertem Material“, erzählt Björn Ferner, als Ingenieur der Fertigungsplanung Werk 3 bei Stihl. „Ansonsten bestehen die Rohre generell aus Alu, sind längsnahtgeschweißt, haben meist einen Durchmesser um die 20 mm und die bereits konfektionierte Länge beträgt etwa 1000 mm“, führt Ferner weiter aus.
Diese Länge wird in der Regel aus einer 5-m-Stange auf einem außerhalb der Fertigungszelle befindlichen Sägeautomat erzeugt. Beim gesamten Handling ist in allen Produktionsphasen äußerste Vorsicht im Umgang mit dem Werkstück geboten, weil die Oberfläche danach nicht mehr behandelt wird.
Sind die Rohre erst einmal auf Fixlänge gebracht, so werden sie in ein variabel einstellbares Magazin eingelegt. Von da an ist alles der Fertigungszelle überlassen, die von Mobitec Kottmann und Berger GmbH in Zusammenarbeit mit dem Kunden Stihl konzipiert, entwickelt und erstellt wurde.
Automatische Fertigungszelle beherrscht 23 Griff-Typen
„Im Moment können wir hier 23 verschiedene Griff-Typen fahren“, verrät Thorsten Mutschler, Verkaufsleiter bei Mobitec und Björn Ferner erzählt: „Die Anlage läuft derzeit in drei Schichten.“ Dabei werden etwa alle 1,5 bis 2 Tage die Programme gewechselt. „Das dauert, dank der zentralen Steuerung, nur wenige Minuten“, ergänzt Mutschler.
Nach dem Ablegen der abgelängten Rohre im Magazin werden diese über eine Vereinzelungseinrichtung aus dem Behälter heraustransportiert und liegen auf einem sternförmigen Mitnehmer. Von dort werden die Rohre mit Hilfe eines Greifers beziehungsweise eines Handlingsystems linear der Stanzeinheit zugeführt.
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