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In dieser Zeit waren auch zwei weitere Unternehmen entstanden, die zu Pionieren des Werkzeugmaschinenbaus wurden. 1903 gründete der Mechaniker Friedrich Deckel gemeinsam mit dem Erfinder Christian Bruns in München die Firma Bruns & Deckel, die dann zwei Jahre später in Friedrich Deckel GmbH umfirmierte. 1920 sorgten fünf Feinmechaniker aus Pfronten für die Geburtsstunde der Mayr, Hörmann & Cie. GmbH. Der spätere Firmenname Maho leitete sich aus den Anfangsbuchstaben der beiden Mitbegründer Mayr und Hörmann ab. Hergestellt wurden Reißzeuge, Planimeter, Pantografen und andere mathematische Instrumente.
Die FP1 wurde zum Inbegriff der universellen Werkzeugfräsmaschine
Eine Legende erblickte im Jahr 1931 mit der Universalfräsmaschine FP1 von Deckel das Licht der Welt. Dank ihrer Präzision, aber insbesondere aufgrund der Universalität durch unzählige Anbau- und Erweiterungsmöglichkeiten, wurde sie über mehrere Evolutionsstufen zum Inbegriff der universellen Werkzeugfräsmaschine.
Den Aufbau der Fräsmaschine beschreibt die damalige Bedienungsanleitung so: „Die Deckel FP1 zeigt einen klaren, übersichtlichen Aufbau. Auf einem als Kühlmittelbehälter ausgebildeten Fuß ist der kräftige kastenförmige, im Innern durch Rippen und Wände versteifte Ständer aufgesetzt. Am Kopfende des Ständers bewegt sich in Richtung der waagrechten Frässpindel der Frässpindelstock und an der senkrechten Ständerführung der auf- und abbewegliche Konsolschlitten mit dem quer zur Frässpindel angeordneten senkrecht stehenden Tischschlitten.“
Im Jahr 1948 wurde Mori Seiki gegründet
Und voller Überzeugung hieß es bereits in der Einleitung zu der Druckschrift: „Die Deckel FP1 ist mit Zusatzgeräten, Teil- und Aufspannvorrichtungen nicht nur eine vielseitige Universalmaschine für die Einzelherstellung verschiedenartiger Arbeitsstücke im Werkzeug- und Formenbau, sondern kann auch als anpassungsfähige Ein- oder Mehrzweckmaschine für die Ausführung gleicher Arbeitsvorgänge in der Reihen- wie Massenfertigung die vorteilhafteste Anwendung finden.“ Der Erfolg sollte diese Aussage bestätigen. Bis Mitte der 60er-Jahre stieg die Zahl der produzierten Maschinen auf rund 50.000 Exemplare und noch heute wird sie als Gebrauchtmaschine angeboten.
Am 26. Oktober 1948 wurde das japanische Unternehmen Mori Seiki von Hikoichi Mori gegründet. In Yamato-Koriyama in der Präfektur Nara startete zunächst die Produktion und der Vertrieb von Textilmaschinen, bevor 1958 der Einstieg in die Herstellung von Werkzeugmaschinen erfolgte. Bereits zwei Jahre später begann Mori Seiki mit dem Export von Hochgeschwindigkeits- und Präzisionsdrehmaschinen.
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