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Der Laser hält Einzug in das Bearbeitungszentrum
Rund um den Jahrtausendwechsel widmete sich Gildemeister auch neuen Techniken. So erwarb man 1999 den Laserspezialisten Ltec GmbH und stieg zwei Jahre später mit der mehrheitlichen Übernahme der Sauer GmbH in die Ultrasonic-Technologie ein. Aus diesen Schritten resultierte im Jahr 2000 mit den Bearbeitungszentren DML 40 und DML 60 HSC der Einstieg in den Markt der Laserbearbeitung filigraner Kavitäten.
Die 2001 vorgestellte Ultrasonic-Baureihe kombinierte konventionelles High-Speed-Cutting (HSC) mit Ultraschalltechnik und ermöglichte erstmals die effiziente Bearbeitung sogenannter Advanced Materials. Das Werkzeug pulsierte je nach Aktorvariante in longitudinaler Richtung mit einer Frequenz zwischen 20.000 und 50.000 Hz. Bei dieser Form der Zerspanung wurden von der Oberfläche des Werkstücks nur Kleinstpartikel abgenommen und komplexe Bauteile konnten in einem Durchgang in der Hartbearbeitung mit hoher Oberflächengüte fertig bearbeitet werden.
Im März 2009 überraschte dann die Meldung über die Kooperation der Gildemeister AG mit der Mori Seiki Co. Ltd. die Fachwelt. Die Zusammenarbeit umfasst die Produktion, den Einkauf, die Entwicklung von Maschinen sowie Vertrieb und Service in ausgewählten Märkten, hieß es in der damaligen Mitteilung. „Die Welt der Werkzeugmaschinen ist global geworden und erfordert starke Allianzen. Wir werden unsere Ressourcen bündeln, um gemeinsam Effizienzvorteile zu realisieren“, erläuterte Kapitza die Beweggründe.
DMG Mori mit 145 Vertriebs- und Servicestandorten aktiv
Zur Stärkung der Allianz vereinbarten Gildemeister und Mori Seiki zudem eine Überkreuzbeteiligung. Die Beteiligung von jeweils 5 % der Aktienanteile sollte den langfristigen Charakter der Kooperation bestätigen. Heute besitzt Gildemeister einen Anteil von 9,6 % an Mori Seiki und der japanische Partner hält 24,9 % an Gildemeister. Schritt für Schritt wurde die Kooperation in der Zwischenzeit ausgebaut und aktuell haben die Unternehmen gemeinsam 145 Vertriebs- und Servicestandorte in 37 Ländern. „Damit decken wir den weltweiten Werkzeug- maschinenmarkt zu 99 % ab”, urteilt Dr. Masahiko Mori, Präsident der Mori Seiki Co. Ltd.
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