Corona-Stopper Mit mobilen Luftreinigern gegen vierte Welle

Redakteur: Peter Königsreuther

Um der vierten Welle der Corona-Pandemie vorzubeugen, rät der VDI nicht nur zu Impfungen von Schülern, sondern auch zum richtigen Umgang mit mobilen Luftreinigern in Schulen und Kindertagesstätten.

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Der VDI weiß, dass Lüften alleine nicht gegen Ansteckungsgefahren in Innenräumen hilft. Besser ist es, mobile Luftreiniger unterstützend anzuwenden. Hier ein Ratgeber, worauf man dabei achten sollte.
Der VDI weiß, dass Lüften alleine nicht gegen Ansteckungsgefahren in Innenräumen hilft. Besser ist es, mobile Luftreiniger unterstützend anzuwenden. Hier ein Ratgeber, worauf man dabei achten sollte.
(Bild: RKI)

Dort, wo wenig Fenster sind oder mit raumlufttechnischen Anlagen (RLT-Anlagen) nur ungenügend gelüftet werden kann, empfiehlt der VDI den Einsatz mobiler Luftreiniger (MLR), als ergänzende Maßnahme zur Bekämpfung der Corona-Pandemie – vor allem mit Blick auf die hoch ansteckende Delta-Variante. Ratschläge findet man dazu in der neu erscheinenden Richtlinie VDI-EE 4300-14 "Messung von Innenraumluftverunreinigungen – Anforderungen an mobile Luftreinigungsgeräte zur Reduktion der aerosolgebundenen Übertragung von Infektionskrankheiten", die die Anforderungen und Prüfkriterien für MLR festlegt.

Beispielsweise komme es auf die richtige Position im Raum an, denn nur dann sei eine wirksame Virenvernichtung möglich. Handelt es sich um einen UV-C-Luftentkeimer, der per UV-Licht die Viren inaktiviert, sollte keine Strahlung austreten. Auch die Strömungsprofile der Luft und die Einrichtungsgegenstände im jeweiligen Raum spielen eine entscheidende Rolle bei der Effektivität der Luftfilterung. Allerdings ersetzten MLR das Lüften nicht vollkommen, denn sie führten etwa CO2 oder Feuchtigkeit aus den Innenräumen nicht ab. Hier nun einige Tipps aus der Kurzfassung der VDI-EE 4300, Blatt 14:

Entscheidungshilfe für die MLR-Beschaffung

Der VDI hat folgende Geräte als geeignet eingestuft, sofern die geltenden Sicherheitsaspekte beachtet und die Prüfgrößen eingehalten werden:

  • Filtergeräte (Filterklassen wie HEPA H13, nach EN 1822 plus Vorfilterung zum Beispiel ISO ePM10 50 Prozent, nach ISO 16890), Kombinationen von ePM1 > 50 Prozent und ePM1 > 80 Prozent, nach ISO 16890 (ehemals F7 + F9) oder gleichwertig bei Geräten mit Filtern. Filter der Klasse H14 sind nicht erforderlich;
  • Geräte mit Vireninaktivierung durch UVC-Strahlung („UV-C- Luftentkeimer“);
  • Geräte mit Vireninaktivierung respektive -abscheidung durch Ionisation beziehungsweise Plasma („Ionisations-/ Plasmageräte“);
  • Kombinationsgeräte (etwa UV-C und Filterung, Partikel- und Aktivkohlefilter).

Folgende Herstellerangaben sind erforderlich:

  • Allgemeine technische und elektrische Sicherheit, Unfallsicherheit, Brandschutz;
  • Schutz vor unbefugter Bedienung, Schutz vor Vandalismus.•Hinweise zur Wartung – insbesondere zum Filterwechsel bei Filtergeräten;
  • Hinweise zur erforderlichen Dimensionierung, Anzahl und den Aufstellposition(en) im Raum;
  • Hinweise, wie die Geräteeinstellungen an die Räumlichkeiten anzupassen sind (empfohlener Luftdurchsatz in Bezug auf den nutzungsabhängigen zulässigen Schalldruckpegel);
  • Bei UV-C-Luftentkeimern gilt, dass keine gefährdende UV-Strahlung austreten darf. Für die Anwendung in Schulen und Kindertagesstätten darf auch keine messbare UV-Strahlung in den zugänglichen Bereichen auftreten. Zur Wirksamkeit: Die Angabe der Strahlendosis bei Einmalpassage bei maximalem Luftdurchsatz des Gerätes muss dabei sei.

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