Suchen

Strahlanlagen

Muldenband-Strahlanlage kommt mit sehr wenig Platz aus

| Autor/ Redakteur: Heinz Neise / Stéphane Itasse

Zur Oberflächenbehandlung von trommelfähigen Werkstücken, dem Entzundern von Schmiede-, Schweiß- und Brennschneidteilen und zum Oberflächenverfestigen von Federn hat ein Hersteller eine Strahlanlage vorgestellt. Sie zeichnet sich durch ihren geringen Platzbedarf, ihre Wirtschaftlichkeit und ihre Effizienz aus.

Firmen zum Thema

Die Muldenband-Strahlanlage findet auf einer Grundfläche von gerade einmal 3 m × 3 m Platz.
Die Muldenband-Strahlanlage findet auf einer Grundfläche von gerade einmal 3 m × 3 m Platz.
( Bild: Rump )

Die Materialzufuhr in die Muldenband-Strahlanlage erfolgt laut Mitteilung des Herstellers Konrad Rump Oberflächentechnik manuell bei einer Beladungshöhe von 1150 mm über einen Bediener. Das Chargengewicht betrage 400 kg bei einem Füllvolumen von 200 l und einer maximalen Teilelänge von 300 mm. Nach dem Schließen der Kammertür werden die Werkstücke während des Strahlens durch die Umwälzbewegung des Muldenbandes allseitig an der Oberfläche bearbeitet.

Die Anlage sei mit einem direkt angetriebenen Turbostrahler mit mechanischer Vorbeschleunigung und einer Antriebsleistung von 7,5 kW ausgestattet. Im Inneren befänden sich allseitig Verschleißschutzkloben und im Zentrum das Schleuderrad mit acht Wurfschaufeln. Der Außendurchmesser des Schleuderrads betrage 320 mm.

Verstellbare Verteilerhülse erlaubt Einstellen des Ausstrahlwinkels

Die Verschleißschutzkloben und Wurfschaufeln seien leicht auswechselbar und würden für lange Standzeiten aus Spezialstahl hergestellt. Durch die verstellbare Verteilerhülse könne der Ausstrahlwinkel genau eingestellt werden. Die Abwurfgeschwindigkeit der Schleuderräder betrage circa 69 m/s bei einer Motordrehzahl von 3000 min-1. Der Turbostrahler könne wahlweise auch mit einer frequenzgeregelten Drehzahlverstellung ausgerüstet werden.

Die Aufstellung der Anlage erfolgt fundamentlos bei einer Gesamtbauhöhe von 4 m und einer Stellfläche von circa 3 m × 3 m, wie es heißt. Die Montagedauer reduziere sich auf einige Stunden, da fast alle wesentlichen Teile bereits in die Anlage integriert seien und nur die Versorgungsanschlüsse am Aufstellungsort montiert werden müssten.

Für die Absaugung der Schleuderrad-Strahlkammer und der Windsichterstufe befinde sich im rückwärtigen Bereich der Strahlanlage eine integrierte Entstaubungsanlage. Das Aggregat sei als Patronenfilter mit automatischer Druckluftimpuls-Abreinigung ausgeführt. Der abgefilterte Staub werde über den untergebauten Staubauffang-Trichter in einen Staubsammelbehälter ausgeschieden.

Sekundärfilter kann die Umweltbelastung senken

Der angeschlossene Ventilator sei für einen Gesamt-Luftvolumenstrom von 1500 m³/h und eine Druckdifferenz von 200 daPa bei einer Antriebsleistung von 3 kW ausgelegt. Die Abluft könne über einen Kamin ins Freie oder optional im Winterbetrieb auch durch Nachschalten eines Sekundärfeinfilters (Polizeifilter) in die Halle zurückgeführt werden. Hierbei ergebe sich neben der Energieeinsparung auch eine geringere Umweltbelastung.

Die Schaltanlage sei mit einer speicherprogrammierbaren Steuerung mit Klartextanzeigen ausgerüstet. Alle Hauptparameter könnten über das Strahlprogramm eingestellt werden. Der elektrische Gesamtanschlusswert betrage 12 kW.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42602084)

Archiv: Vogel Business Media; Keller; Bild: Agtos; Agtos; Cold Jet; ; Bild: Rump; VAL; KLAUS LORENZ; Boschert; Liebherr-Hydraulikbagger; Schoen + Sandt; Haulick+Roos; Siemens, 2019; picsfive - Fotolia; VCG; Kasto; Arno Werkzeuge; Trafö; ©Marc/peshkova - stock.adobe.com / Cadera Design; Dinse; Ecoclean; Lima Ventures; Hommel+Keller; Southco; Autoform/Rath; GOM; BMW; EVT; Ugitech, Schmolz + Bickenbach; Thyssenkrupp; Karberg & Hennemann; Ceramoptec; GFE; Untch/VCC; Trumpf; ©Andrey Armyagov - stock.adobe.com; Fraunhofer IWM; Automoteam; Kuhn; Vogel/Finus; Eckardt Systems