Brennschneiden Nach der Talfahrt kommt der Aufstieg

Autor / Redakteur: Stella Oberle / Jürgen Schreier

Die Märkte sind volatil und entwickeln sich schnell. Anbieter müssen deshalb flexibel auf diese Veränderungen und Problemstellungen reagieren. Aus diesem Grund hat IHT Automation, Hersteller von Abstandsregelungen für Brennschneidmaschinen mit Sitz in Baden-Baden, eine Marktanalyse für den weltweiten Brennschneidmarkt vorgelegt.

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IHT Automation produziert Abstandsregelungen für Brennschneidmaschinen.
IHT Automation produziert Abstandsregelungen für Brennschneidmaschinen.
(Bild: iht)

Um Informationen über die Marktlage zu erhalten, muss mit einer hohen Betrachtungsebene begonnen werden. Deshalb wird im folgenden ausgehend von dem Stahlmarkt über den Maschinenbaumarkt auf den Brennschneidmarkt eingegangen. Die Trends im Brennschneiden wurden über eine weltweite Umfrage, die telefonisch und per E-Mail durchgeführt wurde, ermittelt.

Vorsichtiger Optimismus am Stahlmarkt

Der weltweite Stahlmarkt hat die Weltwirtschaftskrise deutlich gespürt und besonders Europa erholt sich nur langsam. Gründe hierfür sind laut der Europäischen Kommission nicht nur die Überkapazitäten und eine geringe Nachfrage, sondern auch die hohen Energiekosten. Das stärkste Land bei der Rohstahlproduktion ist weiterhin China mit fast 50 % der weltweiten Marktanteile, doch das Wachstum geht zurück. Während China 2013 mit einer Zuwachsrate von 7,5 % im Vergleich zum Vorjahr das Tempo angab, zeigte das erste Quartal 2014 lediglich ein Wachstum um 2,4 %.

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Für die EU und Deutschland hingegen stieg die Zuwachsrate rapide an, sodass beide stärker in diesem Jahr gewachsen sind als China. Die EU, die 2013 eine negative Wachstumsrate von -1,8 % aufwies, führt zu Beginn dieses Jahres den Markt mit einem Wachstum von 6,7 % an. Deutschland, das in der Vergangenheit stabil blieb, liegt an zweiter Stelle mit einem Wachstum von 4,3 %. Diese Entwicklungen zeigen deutlich, dass der vorsichtige Optimismus, der Ende letzten Jahres herrschte, sich tatsächlich bestätigt. Es bleibt abzuwarten, ob das Jahr sich weiterhin so positiv entwickelt.

Laut Prognose der World Steel Association wird durch diese gegenläufigen Entwicklungen das weltweite Wachstum leicht zurück gehen, aber bis 2015 wieder steigen. Das Wachstum von China soll weiterhin zurückgehen, während die EU stabil bleiben soll.

Maschinenbau stagniert in Russland, Indien und Brasilien

Um eine Betrachtungsebene tiefer zu gehen, wird ein Blick in den Maschinenbaumarkt benötigt. Dieser ist weiterhin durchwachsen. Während China, die USA, Deutschland, und der Großteil der EU-Länder mit einer positiven Entwicklung rechnen, stagniert der Markt in Russland, Indien und Brasilien. Gründe für diese Stagnation sind zum einen die sinkende Nachfrage, und zum anderen gerade in Brasilien die fehlende Investitionsbereitschaft. Aber auch in China werden die Geschäftsbeziehungen schwieriger und die Unternehmen tendieren zu qualitativ hochwertigeren und effizienteren Produkten, die trotzdem günstig sein sollen.

Für die Trends im Brennschneiden wurde, wie bereits erwähnt, eine Umfrage durchgeführt, bei der 604 Unternehmen, die neue Maschinen fertigen oder alte aufrüsten, kontaktiert wurden. Von diesen haben 92 an der Umfrage teilgenommen, was einer Ausschöpfung von 15,2 % entspricht. Der Großteil der Antworten kamen aus Europa, insbesondere Deutschland, aber auch aus Russland, Indien und China konnten einige Antworten gesammelt werden.

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