Hürde genommen!

Oerlikon Balzers steigert Standzeit von Sägeblättern per Diamantschicht

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Spezielle Beschichtungsanlange macht`s möglich

Die spezielle Plasma-CVD-Technologie (Chemical Vapour Deposition) für Diamantbeschichtungen auf der von Oerlikon Balzers selbst entwickelten Beschichtungsanlage Indiama schafft dabei außerdem Vorteile, die neue Maßstäbe setzen. Denn zum einen ermöglicht sie eine besonders gleichmäßige und wirtschaftliche Diamantbeschichtung mit relativ großen Volumina. Zum anderen kann die Anlage auch Schaftwerkzeuge (etwa Fräser und Bohrer) mit einer Gesamtlänge von 330 Millimetern und einer Beschichtungslänge von bis zu 150 Millimetern oder eben Sägeblätter bis zu 200 Millimetern Durchmesser aufnehmen. Dadurch ließe sich ein Preisniveau erzielen, das mit hochwertigen PVD-Beschichtungen vergleichbar sei. Der größere Nutzen resultiere jedoch aus höheren Standzeiten, höherer Stabilität, weniger Prozessaufwand – und somit reduzierten Schnittkosten pro Bauteil. Interessenten sind gerne zu eigenen Beschichtungsversuchen eingeladen, merkt Oerlikon Balzers an.

Im Folgeprojekt wird es um Bohrer gehen

Die dabei bei über 800 Grad Celsius abgeschiedene nanokristalline Diamantschicht Baldia Varia hat eine Härte von bis zu 10.000 HV (Vickers). Zum Vergleich: PVD-Schichten erreichen in der Regel 3.000 bis 4.500 HV. Die diamantene Härte sichert über lange Zeiträume scharfe Schneidkanten für gratarmes Trennen von NE-Metallen sowie hohe abrasive Beständigkeit. Die sehr glatte, gleitfähige Schicht widerstehe auch adhäsivem Verschleiß und Aufklebungen. Vergleichbare und zugleich wirtschaftliche Systeme hat man laut Heugel bei anderen Beschichtern nicht finden können. Der Firmenchef hat mit Oerlikon Balzers auch schon ein Folgeprojekt im Blick! Dabei geht es um den Einsatz von Sägeblättern und Bohrern mit Baldia Varia für die Bearbeitung von bleifreiem Messing in der Elektroindustrie. Dazu führt er mit einem Massenhersteller Langzeittests auf Rundtaktautomaten durch, die vor allem die Kosten pro Bauteil ins Visier nehmen sollen, um sie zu verringern.

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