Kfz-Leichtbau Neue Forschungs- und Entwicklungsinitiative für Aluminiumautos

Redakteur: Peter Königsreuther

Der Aluminiumspezialist Constellium erhält die Führung in Sachen Entwicklung recycelbarer und günstigerer Aluminiumfahrzeuge in einem Milliardenprojekt. Stahl soll dabei peu à peu obsolet werden...

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Aluminium soll den Klassiker Stahl im Automobilbau bald ablösen. Der Aluminiumspezialist Constellium übernimmt im neuen Leichtbauprojekt ISA3 nun die entwicklerische Führungsrolle.
Aluminium soll den Klassiker Stahl im Automobilbau bald ablösen. Der Aluminiumspezialist Constellium übernimmt im neuen Leichtbauprojekt ISA3 nun die entwicklerische Führungsrolle.
(Bild: Constellium)

Das Projekt, um das es geht, trägt das Akronym ISA3 (Intégration de Solutions Aluminium pour Alléger les Automobiles, also Integration von Aluminiumlösungen zum Leichtbau von Automobilen). Außer Constellium, sind die Renault-Gruppe, die ESI-Gruppe und das französische Institut de Soudure (Institut für Schweißtechnik) sowie die Universität Lothringen an diesem rund 7 Mio. Euro schweren Projekt involviert, heißt es weiter. Im Übrigen finanziert die Investmentbank Bpifrance einen Teil des Projekts.

Mit ISA3 will Constellium, wie gesagt, den Leichtbau von Fahrzeugen mit vorantreiben und dabei den Wechsel von Stahl zu Aluminium beschleunigen, sagt das Unternehmen. Das Vorhaben läuft bis 2023 und konzentriert sich auf Legierungen und Innovationen, die es erlauben, den Werkstoffkreislauf recyceltechnisch zu schließen. Im Fokus stehen dazu Aluminiumautotüren, die 15 % leichter werden sollen als der derzeitige Durchschnitt. Sie sollen dabei effizienter zu produzieren sein und in allen Phasen des Lebenszyklus recycelt werden können, heißt es.

Aluminiuminnovationen für ein breite Fahrzeugpalette im Fokus

„Wir sind davon überzeugt, dass durch dieses Projekt Aluminium eine noch bedeutendere Rolle auf dem Automobilmarkt spielen kann – denn die Hersteller sind bestrebt, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren und ihr Angebot an Elektrofahrzeugen zu erweitern“,sagt Jack Clark, Senior Vice President, Manufacturing Excellence und Chief Technical Officer bei Constellium. Die Partnerschaft mit einem strategischen Kunden ermögliche es dem Unternehmen, auch Ansätze weiter zu erforschen, die auf eine breite Palette von Fahrzeugen anwendbar sind und sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Vorteile bieten sollen. „Darüber hinaus ist die Zusammenarbeit mit unseren Partnern beim End-of-Life-Recycling eine ausgezeichnete Chance, die Umwelteinflüsse der gesamten Lieferkette für Aluminium im Automobilbau zu reduzieren“, merkt Clark an.

Wirtschaftlicher und schneller zur Kfz-Aluminium-Leichtbautür

„Wir müssen im Übrigen die Kosten pro Kilogramm Gewichtsersparnis bei Automobilkomponenten reduzieren, insbesondere bei Aluminiumteilen“, ergänzt Patrice Belliard, Expert, Flat Products bei der Renault Gruppe. Das Ziel von ISA3 ist es deshalb mit Blick auf die Kfz-Aluminiumtür auch, den Preis pro Kilogramm zu verringern, sonst sind die gesteckten Leichtbauziel ökonomisch nicht vertretbar, heißt es weiter.

Um eine schnellere und präzisere Entwicklung zu ermöglichen, setzt man beim ISA3-Projekt auf die Expertise der ESI Gruppe. Pierre Culière, Pre-Certification & Validation Outcome Director der ESI Gruppe, erklärt: „Mit unseren Lösungen ‚Pre-certification & Validation‘ und ‚Smart Manufacturing‘ werden wir dazu beitragen, das Design und die Herstellung von Aluminiumtüren zu validieren. Und das ohne dass physische Prototypen dazu benötigt werden.“

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Constellium gilt als Full-Service-Anbieter von gewalzten und stranggepressten Aluminiumsystemen für den globalen Automobilmarkt. Das Unternehmen unterstützt, wie es weiter heißt, bei der Entwicklung von leichteren, stärkeren und sichereren Fahrzeugen, die mehr Leistung, weniger Emissionen, einen geringeren Kraftstoffverbrauch und eine größere Reichweite bieten. Das dazu nötige Produktangebot umfasst die Komponenten Türen, Hauben und Klappen sowie Strukturkomponenten, Crashmanagement-Systeme, Batteriegehäuse, Zierteile und Wärmetauscher.

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