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DIN EN 1090 Neue Norm DIN EN 1090 erhöht die Anforderungen an den Korrosionsschutz

| Redakteur: Stéphane Itasse

Von der neuen Norm DIN EN 1090, die auch den Rostschutz für tragende Stahlbauteile und Aluminiumteile regelt, sind alle Metallbauunternehmen betroffen. Deshalb hatten die Unternehmen Karger-Verzinkerei Ostalb GmbH und Bader Pulverbeschichtung GmbH, Aalen, zu einer Veranstaltung „Korrosionsschutz für Metallbauer“ eingeladen. Mit über 80 Anmeldungen war dies ein voller Erfolg, wie Bader Pulver mitteilt.

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Matthias Bader informierte in seinem Vortrag über modernen Rostschutz und die DIN EN 1090.
Matthias Bader informierte in seinem Vortrag über modernen Rostschutz und die DIN EN 1090.
(Bild: Bader Pulver)

Mit Vorträgen wurde den Schlossern und Metallbauern erklärt, wie sie die Forderungen der DIN 1090 konkret umsetzen können, heißt es weiter. Bereits bei der Planung müsse der Planer den Rostschutz definieren, aber auch der Hersteller müsse korrosionsgerecht fertigen. Die Fachfirmen für den Oberflächenschutz müssten richtig beauftragt werden und über die entsprechenden Möglichkeiten zur Bearbeitung verfügen.

KMU haben mit der Umsetzung von DIN EN 1090 und anderen Normen zu kämpfen

Für kleine und mittelständische Unternehmen werden laut Mitteilung Gesetze und Normen immer schwieriger zu beachten. Die Umsetzung sei mit einem erheblichen Aufwand verbunden. Um Rechtssicherheit zu erhalten, seien jeweils Zertifikate gefordert. Oft sei es sinnvoll, diese Zusatzleistungen extern zu beauftragen, wobei der Hinweis auf die Anforderungen schon zur Auftragserteilung gegen werden müsse. Mit dieser Veranstaltung hätten die Referenten die Thematik zusammengefasst und den Zuhörern empfohlen, rechtzeitig Beratung in Anspruch zu nehmen.

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Matthias Bader konnte als Initiator der Veranstaltung Uli Karger von der Verzinkerei Ostalb und Michael Müller, Geschäftsführer des IFO-Institutes für Oberflächentechnik als Referenten gewinnen. In dieser Veranstaltung seien die Vor- und Nachteile des organischen Rostschutzes erläutert sowie die Grenzen des Korrosionsschutzes durch Pulversysteme aufgezeigt worden. Ein weiterer Punkt waren laut Mitteilung die dekorativen Gestaltungsmöglichkeiten mit der Duplexbeschichtung.

Richtiger Korrosionsschutz fängt bei der Planung an

Müller sei in seinem Vortrag auf die korrekte Planung, Durchführung und Überwachung des Korrosionsschutzes durch Metallbauunternehmen eingegangen. Der Metallbauer müsse sicherstellen, dass die vorgeschriebenen Werte eingehalten werden und der Rostschutz entsprechend den Vorgaben des Planers umgesetzt wird. Durch die Zusammenarbeit mit zertifizierten Betrieben, könne der Metallbauer diese Arbeiten delegieren und habe die Sicherheit, dass auch die WPK ordnungsgemäß erfolgt.

Abgeschlossen wurden die Fachvorträge durch Karger mit einem Referat zur effektiven Verzinkung, wie es heißt. Dabei müssten bereits bei der Konstruktion wichtigen Punkten, wie Entlüftungsbohrungen, Aufhängepunkte berücksichtigt werden. In einer Ausstellung seien die verschiedenen Stufen und Prozesse von der Konstruktion bis zur Beschichtung an Exponaten aufgezeigt worden.

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