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Teilereinigung Oberflächen von schwierigen Tiefziehölen gründlich befreien

| Redakteur: Stéphane Itasse

Das Tiefziehen von Edelstahl ist kein Kinderspiel, doch auch der nachfolgende Prozess ist eine technische Herausforderung: Vor dem Versand oder einer weiteren Bearbeitung müssen die Bauteile gründlich gesäubert werden. Wie es geht, macht die österreichische Mark Metallwarenfabrik vor, mit Reinigungsanlagen von Pero.

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Tiefziehteile, im Bild Hülsen für Glühbirnen in Autoscheinwerfern, werden mit Lösemittel wirtschaftlich gereinigt.
Tiefziehteile, im Bild Hülsen für Glühbirnen in Autoscheinwerfern, werden mit Lösemittel wirtschaftlich gereinigt.
(Bild: Itasse)

Wer die hohe Kunst des Tiefziehens sehen will, muss nach Oberösterreich: In Spital am Pyhrn ist die Mark Metallwarenfabrik GmbH zu Hause. Das Unternehmen liefert Tiefziehteile an Kunden in den Branchen Automobil, Elektronik, Elektrotechnik, Medizintechnik, Bau und Konsumgüter – aber erst nach gründlicher Reinigung.

Schmieröle für das Tiefziehen fordern bei der Teilereinigung das ganze Können

Mark fertigt hochpräzise Teile aus Edelstahl, Stahl und anderen Legierungen im eigenen Werk in Oberösterreich. Zum Tiefziehen werden große Mengen Schmieröl benötigt. Beim Umformen muss das Öl möglichst gut auf den Teilen haften, allerdings müssen ebendiese im Nachhinein wieder davon befreit werden.

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Und hier gibt es großteils sehr hohe Sauberkeitsanforderungen seitens der Kunden. Häufig müssen Partikel, die größer als 200 µm sind, zuverlässig und prozesssicher ausgeschlossen werden, durch einen wirtschaftlich vertretbaren Reinigungsprozess. Bei der Sauberkeitsklasse S4 – wie unter anderem von Bosch und Continental gefordert – dürfen keine Schmutzpartikel größer als 25 µm sein. Je nach Anforderung werden die Teile noch weiterverarbeitet, Stahlteile werden häufig noch vernickelt, verzinkt oder anderweitig beschichtet. „Gewisse Teile greifen wir nach dem Entfetten nur noch mit Baumwollhandschuhen an. Diese Teile werden auch in Polyethylenbeutel verpackt“, erläutert Hartwin Greifenstein, Leiter Oberflächentechnik bei Mark.

Mit PER die chlorhaltigen Tiefziehöle gründlich entfernen

Die große Menge verschiedener Öle, die beim Umformen anfällt, ist für Greifenstein und seine Kollegen daher eine besondere Herausforderung, vor allem die chlorhaltigen Schmierstoffe. „Für die vielen Niro-Teile werden etwa acht bis zehn verschiedene Tiefziehöle verwendet“, erzählt Greifenstein. „Wir setzen bei der Entfettung daher seit Jahren auf PER, weil wir hier ausschließlich positive Erfahrungen gemacht haben.“

In der Mark-Fertigungshalle stehen daher eine Anlage zur Teilereinigung V2 für Standardkörbe 660 mm x 480 mm x 300 mm und die eine halbe Eurogitterbox fassende V4 von Pero, die beide mit Perchlorethylen (PER) arbeiten. Die V2 ist seit zehn Jahren im Einsatz, die leistungsfähigere V4 seit fünf Jahren.

Die geschlossenen Einkammeranlagen beider Maschinen sind als Vollvakuumanlagen gebaut. Der Vorteil dabei ist eine erhebliche Energieeinsparung beim Trocknen und ein großer Zeitgewinn für den Prozess. Die Teile werden thermisch weniger beansprucht, das Lösemittel ist lange einsetzbar. Es wird sicher in der Anlage geführt und bringt dort die sehr gute Entfettungsleistung. Die Anlagen können emissionsfrei befüllt und entleert werden. Laut Pero wird die Dichtheit des Systems permanent überwacht. Die gesetzlichen Grenzwerte werden deutlich unterschritten. So wird nicht nur die Gesundheit des Bedienpersonals geschützt, sondern auch verschärfte Umweltschutzgesetze werden eingehalten.

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