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Verbindungstechnik

Optimale Blechverbindungen erfordern eine komplexe Prozessbetrachtung

| Autor/ Redakteur: Annedore Munde / Dietmar Kuhn

Eine optimale Verbindung, die die Anforderungen des jeweiligen Einsatzfalles berücksichtigt, setzt bereits im Vorfeld eine komplexe Betrachtungsweise voraus. Da spielen technische Fragen genauso eine Rolle wie die Wirtschaftlichkeit der Verbindung. In diesem Entwicklungsprozess kann der neutrale Blick eines Dienstleisters helfen, die gesamte Wertschöpfungskette zu beleuchten.

Auch bei Applikationen im Elektronikbereich ist die frühzeitige Optimierung der Schraubenverbindungen von großer Bedeutung.
Auch bei Applikationen im Elektronikbereich ist die frühzeitige Optimierung der Schraubenverbindungen von großer Bedeutung.
( Bild:REC Fastening )

Bereits bei der Bauteilentwicklung werden Entscheidungen getroffen, die später für die Kosten bei der Montage bestimmend sind. Sie wirken sich somit auch direkt auf die Kosten der Produktherstellung aus. Die gewählte Verbindungstechnik hat also letztendlich auch maßgeblichen Einfluss auf die Gesamtkosten des Produktes. Doch durch eine frühzeitige Analyse der Prozesskette können diese Kosten bereits im Vorfeld entscheidend beeinflusst werden.

Drei Stellschrauben für optimale Blechverbindungen

Bernhard Reck, Geschäftsführer der REC Fastening GmbH und der REC Engineering GmbH, zählt die drei Stellschrauben auf, mit denen dies gelingen kann: „Kostenanalysen und Sortimentsoptimierungen bereits in der Vorentwicklung, eine fertigungs- und montagegerechte Konstruktion sowie die Entwicklung und Einführung neuer Verbindungstechniken.“

Das Ziel des 10-Mann-Unternehmens mit Sitz in Breidenbach bei Marburg ist es, Kunden möglichst von der Vorentwicklung bis zur Serienmontage zu begleiten und so gemeinsam eine optimale Verbindungslösung zu schaffen. Mit den drei Unternehmenssäulen Research, Engineering und Consulting möchten die Verbindungstechniker dabei die gesamte Prozesskette der Verbindung beleuchten.

Und – wer Bernhard Reck zuhört, der merkt sofort, dass alles, was er erzählt, erläutert und beschreibt, nicht bloß theoretisch oder aus zweiter Hand bekannt ist, sondern selbst erlebt. Da werden sehr anschaulich Details, Verhaltensweisen und Abläufe im Unternehmen dargestellt. Er schildert Probleme, die unvermutet dort auftauchen, wo sie keiner erwartet – und er hat er eine Lösung: „Die Verbindung muss genau unter die Lupe genommen werden – angefangen von der Konstruktion über die Herstellung der Verbindungselemente bis hin zum Verbindungsprozess.“

Schraubenverbindungen frühzeitig optimieren

Doch so einfach, wie es klingt, ist es in der Praxis oft nicht. Denn hier gilt es, verschiedene Interessen und Blickwinkel zu berücksichtigen. So sind es auf der einen Seite die Produktentwickler und die, die Produkte validieren, montieren und für eine stabile Qualität sorgen sollen. Sie haben meist hohe technische und wirtschaftliche Anforderungen und suchen nach einer für sie optimalen Lösung. Auf der anderen Seite stehen die Hersteller verschiedenster Verbindungstechniken. Sie sind überzeugt von ihrem Produkt. Doch dieses muss nicht zwangsläufig die optimale Lösung für die vorgesehene Anwendung sein.

Doch wie sieht eine optimale Verbindung aus? Der Unternehmensbereich REC-Research beantwortet diese Frage, indem der Ist-Zustand der Verbindung und der eingesetzten Verbindungstechnik analysiert wird. Die Ingenieure wissen: Die Verbindungsart, die Dimensionierung und die Anzahl der Verbindungselemente bestimmen die späteren Kosten des Produktes. Deshalb ist die frühzeitige Optimierung der Schraubenverbindungen von großer Bedeutung.

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