Werkzeugschleifmaschinen Optimierter Prozessablauf verringert Schleifzeiten

Redakteur: Bernhard Kuttkat

Von Weiterentwicklungen bei Hardware und Software profitieren Produktivität, Flexibilität, Genauigkeit und Bedienkomfort bei der Werkzeugherstellung. Spezielle Schleifsoftware und Kombiverfahren helfen beispielsweise, den Prozess- ablauf zu optimieren und die Fertigungszeiten zu verringern.

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Leistungsfähige Werkzeugschleifmaschinen mit sechs CNC-Achsen können Werkzeuge mit Schneiden aus PKD und anderen Hartwerkstoffen auch erodieren, polieren und automatisch messen. Magazine für bis zu 72 Werkstücke und bis zu sechs Scheibenelektroden und Schleifscheiben ermöglichen den mannarmen Betrieb. (Bild: Vollmer)
Leistungsfähige Werkzeugschleifmaschinen mit sechs CNC-Achsen können Werkzeuge mit Schneiden aus PKD und anderen Hartwerkstoffen auch erodieren, polieren und automatisch messen. Magazine für bis zu 72 Werkstücke und bis zu sechs Scheibenelektroden und Schleifscheiben ermöglichen den mannarmen Betrieb. (Bild: Vollmer)

Unterschiedlicher können die Voraussetzungen kaum sein: Fand die EMO 2009 vor dem Hintergrund einer weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise statt, die vor allem die Maschinen- und Anlagenbauer mit aller Härte traf, stehen die Zeichen vor der EMO 2011 klar auf Wachstum. Von der Entwicklung profitieren auch Hersteller von Werkzeugschleifmaschinen und Schleifmitteln wie die Schweizer Winterthur Technologie Gruppe (WTG), für die das Geschäftsjahr 2010 von einem starken Wachstum geprägt war.

Schleifwerkzeuge wieder stark gefragt

Das Unternehmen konnte den Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr um 81,6% steigern, so Dr. Edgar Rappold, Verwaltungsratspräsident der Winterthur Technologie AG, Zug. Beim Hauptgeschäft der Schleifwerkzeuge lag die Steigerung je nach Artikelgruppe zwischen 55 und 66%.

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Rappold weiter: „Eindrücklich bestätigt wurde die Konjunkturerholung und die wiedererwachte Bereitschaft der Industrie zu investieren bei den Maschinenbestellungen, die sich gegenüber dem Vorjahr nahezu vervierfacht haben. Wichtige Kunden platzieren bereits jetzt Maschinenaufträge zur Auslieferung im Geschäftsjahr 2012.“

Komfortable Schleifsoftware optimiert das Werkzeugschleifen

Mit den steigenden Anforderungen an Präzisionswerkzeuge sind auch die Hersteller von Schleifmaschinen und Schleifwerkzeugen gefordert, ihre Produkte ständig zu verbessern. Produktive Werkzeugschleifmaschinen und eine leistungsfähige, komfortable Schleifsoftware sind für die Werkzeugproduktion ebenso unabdingbar wie für das effiziente Nachschärfen. Letzteres kann durchaus eine Alternative zu neuen Werkzeugen sein, selbst zu den heute weit verbreiteten Billigwerkzeugen, die in großen Mengen gekauft nach nur einmaligem Gebrauch einfach entsorgt werden.

Eine Maßnahme, um die Effizienz beim Werkzeugschleifen und Nachschärfen zu steigern, sind an die jeweilige Anwendung genau angepasste Maschinen. Maschinen mit eindeutig abgegrenzten Funktionsumfängen bieten eher die Voraussetzung für ein optimiertes Preis-Leistungs-Verhältnis als „Alleskönner“, deren Funktionsumfang nur teilweise genutzt wird.

Entscheidend bei der Maschinenauswahl ist aber vor allem die benötigte Produktionskapazität. Dabei gilt: je kleiner die Losgröße, desto weniger speziell sollte die Maschine ausgelegt sein.

Höhere Genauigkeiten der Schleifmaschinen gefordert

Zu beobachten ist auch, dass die Genauigkeitsanforderungen an die Maschinen zunehmen. Steifigkeit und Dämpfungsvermögen lassen sich beispielsweise mit Gestellwerkstoffen wie Polymerbeton oder Granit erhöhen. Außerdem steigen die Anforderungen an den Bedienungskomfort und an die Flexibilität der Bediensoftware. Gleiches gilt für die Verfügbarkeit der Schleifmaschinen und ihre Servicefähigkeit.

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