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Automatic-Systeme Dreher Platinenschnittanlage – modernisiert, steigert sie Ausbringung und Qualität

| Autor / Redakteur: Seref Varli / Dietmar Kuhn

Die Automatic-Systeme Dreher GmbH hat eine vorhandene, aus dem Jahre 1981 stammende, Platinenschnittanlage mit einer neuen Bandanlage sowie zwei neuen Stapelanlagen ausgerüstet und in Betrieb genommen. Die Anlage produziert Stahl- und Aluminiumplatinen für Pressenstraßen bei einem namhaften europäischen Automobilhersteller.

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Die Beladung des Haspels erfolgt nach dem Beladen des Ladestuhls automatisch.
Die Beladung des Haspels erfolgt nach dem Beladen des Ladestuhls automatisch.
(Bild: Dreher)

Die ursprünglich im Jahre 1981 installierte Platinenschnittanlage war für Stahlmaterial mit einer Streckgrenze bis 250 N/mm² ausgelegt. Die maximale Hubzahl der Anlage betrug 40 Hübe/min und die maximal mögliche Platinenlänge war 3400 mm. Die Gründe für den Austausch der Automationseinheiten war zum einen die schwierige Ersatzteilbeschaffung und zum anderen die Produktion von Aluminiumplatinen am Standort für den Automobilleichtbau.

Durch die Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der gesamten Automation war Dreher für den gesamten Materialfluss innerhalb der Anlage verantwortlich. Ab Beladung des Coilladewagens wird das Coil, beziehungsweise, nach dem Schnitt in der Presse die Platinen, bis zum Fertigteil (Platine) durch die von Dreher gelieferten und installierten Komponenten geschleust.

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Das Coilhandling funktioniert automatisch

Das heißt, nach der Übergabe des bis zu 30 t schweren Coils an den Ladewagen wird das Coilmaterial automatisch auf die Abwickelhaspel positioniert, gespannt und ebenfalls automatisch über die Bandzuführung an die Richtmaschine übergeben und danach die Bandschlaufe gebildet. Bandanfang und -ende werden an zwei separaten mechanischen Scheren abgeschnitten und über Schrottbehälter beziehungsweise nach Zerhacken über entsprechende Schrottbänder entsorgt. Vor dem Vorschub findet am Bandmaterial eine Schweißnahtprüfung statt. Diese wird untersucht und die betroffene Stelle wird in der Presse nicht bearbeitet. Der Restbandtreiber schiebt das Bandende zur Bearbeitung in die Presse.

Die beiden Stapelanlagen, eine in Durchlaufrichtung und die andere quer zur Durchlaufrichtung, übernehmen die geschnittenen Teile aus der Presse und fördern diese über liegende und hängende Magnetbänder an die Stapelposition und werfen diese millimetergenau auf die Stapelwagen ab. Der Längsstapler ist zusätzlich mit Vakuumbändern ausgerüstet um auch Aluminiumplatinen befördern und stapeln zu können.

Die Bandanlage ist für Coilmaterial bis 30 t und einer Breite bis 2000 mm ausgelegt. Die Beladung des Haspels erfolgt nach dem Beladen des Ladestuhls automatisch. Danach findet in der Schrittkette die Bandeinführung bis zu den Abzugswalzen statt. Die „Schmutzwalzen“ klemmen das Bandmaterial, ziehen es von der Haspel ab und schieben es bis zur Schopfschere vor. Die vorprogrammierte Gesamtlänge wird in eingegebenen Teillängen abgeschnitten und in einen Schrottbehälter abgeworfen. Danach wird der Bereich des Schrottbehälters überbrückt. In der automatischen Schrittkette werden nun die „Sauberwalzen“ aktiviert und zwar je nach dem was für ein Material sich in der Anlage befindet. Dementsprechend werden entweder die Stahl- oder die Aluminiumwalzen aktiviert.

Die Richtkassetten werden nach Bedarf automatisch getausch

Das Bandmaterial wird bis an die Abzugswalzen der Richtmaschine vorgeschoben und von diesen übernommen und in die Richtmaschine eingeführt. Die Abzugswalzen die nicht benötigt werden, abhängig vom Material, sind in dieser Zeit geöffnet und berühren das Bandmaterial nicht Für Reinigungszwecke können die Abzugswalzen halbautomatisch über einen T-Track aus der Anlage gefahren und gereinigt werden. Über diese Einheit werden auch die Richtkassetten je nach Bedarf halbautomatisch ausgetauscht. Es sind für Aluminium und Stahlmaterial getrennte Richtkassetten in 6-High-Ausführung vorgesehen.

Nachdem das Bandmaterial über die Schlaufenbrücke an den elektronischen Walzenvorschub übergeben wird und sich die Schlaufenbrücke senkt wird die Schlaufe gebildet. Der Walzenvorschub schiebt das Material gemäß den für das gewählte Werkzeug hinterlegten Vorschublängen in die Presse. Zur Überbrückung der verschiedenen Abstände, je nach Werkzeug, ist eine teleskopierbare Bandauflagerollenbahn eingebaut.

Auch für den Vorschub des Bandmaterials sind zwei separate Walzenvorschübe vorgesehen. Der Austausch, abhängig vom Bandmaterial erfolgt über einen T-Track halbautomatisch.

Nach Erreichen des Bandendes wird das letzte Stück über ein Restbandtreiber der Presse zugeführt oder zurück geschoben und anschließend über eine mechanische Schere in Teilstücke geschnitten. Die geschnittenen Teile werden an einer Längsteilschere in mehrere Teile geschnitten und über Bänder und Schrottschacht an die im Pressenkeller befindlichen Schrottbänder übergeben.

Um die Arbeitssicherheit zu gewährleisten, die Anlage sowie das Bandmaterial vor Verschmutzungen zu schützen und natürlich auch die Geräuschentwicklung zu dämmen ist die komplette Bandanlage mit einem geschlossenen Schallschutz mit Sicherheitstüren und elektrisch abgefragten Hubtoren ausgestattet.

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