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Trumpf-Werkzeuge

Präzises Zuschnittsystem für Sandwichpaneele

| Autor/ Redakteur: Peter Klingauf / Peter Königsreuther

Sandwichpaneele bieten einen guten Wärmeschutz und sind deutlich preiswerter als etwa Ziegelsteine. Deshalb kommen sie, präzise zugeschnitten, im Hallenbau häufig zum Einsatz. Ein spezieller Cutter dafür kann jetzt mehr als die klassische Kreissäge.

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Trumpf bietet mit dem Panel Cutter Trutool TPC 165 ein handgeführtes Schneidwerkzeug für Sandwichpaneele an, das präzise und leicht ins Material eindringt. Sogar Ausklinkungen können damit gefertigt werden.
Trumpf bietet mit dem Panel Cutter Trutool TPC 165 ein handgeführtes Schneidwerkzeug für Sandwichpaneele an, das präzise und leicht ins Material eindringt. Sogar Ausklinkungen können damit gefertigt werden.
(Bild: Trumpf)

Mehr als die Hälfte seiner Hallen baut das Unternehmen Lienerth mit sogenannten Sandwichpaneelen, denn in puncto Preis sei dies die beste Lösung. Auch im Hinblick auf die Isolationsfähigkeit beweist das Kombimaterial Stärke. So bringt beispielsweise ein 80 mm dickes Thermopaneel einen U-Wert von 0,29 W/m²K (Wärmeverlust von 0,29 W/m² bei 1 °C Temperaturunterschied) und liegt damit sogar etwas besser als eine 360 mm starke Ziegelwand. Ist mehr Wärmeschutz gefragt, verwendet Lienerth nach eigenen Angaben dickere Paneele mit bis zu 160 mm.

Das einzige Gerät für präzise Ausklinkungen

„Mein Kunde muss zu hundert Prozent zufrieden sein“, mit dieser Devise gründete Georg Lienerth Ende 2016 sein Hallenbauunternehmen in Nersingen. Der Erfolg gibt ihm Recht. Heute beschäftigt er bereits 16 Mitarbeiter, die in ganz Deutschland im Einsatz sind, und seine Auftraggeber (primär Industrie- und Gewerbekunden mit hohen Qualitätsansprüchen) vermitteln ihn nach eigener Aussage stetig weiter.

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Allein 2017 stellte der Bauunternehmer 18 Industrie- und Gewerbehallen auf. Vom Fundament bis zum Dach – inklusive Rohbau, Dach- und Wandverkleidungen sowie das Einsetzen von Fenstern, Türen und Toren – übernimmt er alle Arbeiten. Lediglich die Planungsarbeit überlässt er Ingenieurbüros.

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Bereits montierte Paneele bearbeiten

Die Reihenfolge der anstehenden Arbeiten ist immer ähnlich. Als Erstes setzen die Arbeiter eine Bodenplatte. Dann bauen sie eine Stahlunterkonstruktion auf, um später an ihr die Wände anzuschrauben. Bevor dies passiert, schneiden die Hallenbauprofis jedoch die vom Auftraggeber gewünschten Öffnungen für Türen, Tore und Fenster in das Verbundmaterial. Georg Lienerth erklärt dazu: „Das geht am Boden auf Böcken einfacher und schneller als in montiertem Zustand. Wobei wir mit unserem Werkzeug auch kein Problem haben, an bereits montierten Wandpaneelen oder auf dem Dach zu arbeiten.“ Wenn der Bauunternehmer von „seinem Werkzeug“ spricht, meint er den „Panel Cutter Trutool TPC 165“ von Trumpf. Mit ihm schneiden seine Mitarbeiter sämtliche Öffnungen und Ausklinkungen in das Verbundmaterial. „Anders geht das gar nicht“, sagt Lienerth und er ergänzt: „Zumindest nicht in der Qualität und Genauigkeit, die wir unseren Kunden garantieren.“

Winkelschleifer und Kreissäge sind nicht der Bringer

Einzig bei seiner allerersten Halle testete der Nersinger Unternehmer diverse andere Werkzeuge für diese Aufgaben – von der Kreissäge über Winkelschleifer bis hin zur Kombination aus einer Schlitzschere fürs Blech und einer Handsäge für das Isolationsmaterial. Winkelschleifer haben sich schnell als gänzlich ungeeignet erwiesen. Sie entwickeln enorm viel Rauch, gehen meist nicht durch das gesamte Paneel und beschädigen das Verbundmaterial. Auch die Lösung mit zwei Werkzeugen schied nach kurzer Zeit aus, weil sie sehr zeitintensiv ist und im Hinblick auf die Genauigkeit nicht überzeugt.

Die klassiche Kreissäge funktionierte zwar besser, aber nur bei durchgängigen Längs- oder Querschnitten. Sobald Ausschnitte für Öffnungen einzubringen sind, stößt sie an ihre Grenzen. Das Problem: Wegen des runden Sägeblattes schneidet sie auf der Unterseite nicht so weit wie oben. Das Paneel muss also gewendet werden und ein Gegenschnitt erfolgen. Das bringt Ungenauigkeiten mit sich und kostet viel Zeit. Außerdem sind großen Sägen, wie sie für dicke Paneele mit etwa 120 mm benötigt werden, mit rund 35 kg richtig schwer.

Teurere Anschaffung ist bald amortisiert

Mit unter 10 kg Gewicht ist der Trutool TPC 165 im Vergleich dazu relativ leicht und ermöglicht es durch den ergonomischen Aufbau,ermüdungsfrei zu arbeiten. „Ich habe dieses Trumpf-Werkzeug erstmals bei einem befreundeten Hallenbauer gesehen“, sagt Georg Lienerth und erklärt weiter: „Bei meinem Werkzeughändler, der Nördlinger Eisen-Fischer GmbH, konnte ich das Gerät dann testen und war sofort von der Technik überzeugt.“

Vor allem die zuverlässig produzierbare hohe Genauigkeit ist für den Handwerker einzigartig. Markierungen an der Rahmenkonstruktion zeigen seinen Mitarbeitern, wo sie den Panel Cutter ansetzen müssen. Ohne Startlochbohrung könne man das stabile Kettenschwert über einen Hebel nach unten drücken und es tauche butterweich ins Verbundmaterial ein. Schließlich führen die Hallenbauprofis es entlang einer angezeichneten Markierung oder sie nutzen eine optionale Führungsschiene, die das präzise Schneiden weiter erleichtert. Am Ende des Ausschnitts angelangt, ziehen sie das Schwert wieder ein und setzen der Trutool TPC 165 an der nächsten Markierung an.

Ausklinken und ausschneiden in jeder Position

Auf diese Weise sind die Monteure von Lienerth in der Lage, an jeder gewünschten Position präzise Ausschnitte sowie Ausklinkungen einzubringen. Ungenauigkeiten, die in Form kleiner Luftschlitze sichtbar wären und mit Blechstreifen abgedeckt werden müssten, gibt es bei ihnen nicht. „Um solche Fehler zuverlässig zu vermeiden, bekommen meine Mitarbeiter das ideale Werkzeug. Ich habe drei Bautrupps im Einsatz und dementsprechend dazu auch drei Panel Cutter von Trumpf. So liefern meine Leute immer und überall perfekte Arbeit ab und unser Kunde empfiehlt uns weiter“, erklärt Georg Lienerth.

Die Trutool TPC 165 sind laut Aussage des Nersinger Bauunternehmers zwar nicht billig, doch trotzdem lohne sich die Investition für Lienerth schon nach den ersten Einsätzen. Denn ohne sie hätte er seine Aufträge nicht in der von ihm und seinen Kunden geforderten Zeit und Qualität erledigen können.

Auf eine gute Schmierung kommt es an

Deshalb weise er die Monteure auch stets darauf hin, mit diesen Werkzeugen pfleglich umzugehen und darauf zu achten, dass der interne Schmieröltank immer befüllt ist. Auch sollten die Arbeiter jeden Abend die Schmierkanäle des Schwertes kurz ausblasen, was laut Philipp Herwerth, Trumpf-Vertriebsleiter des Produktfelds Elektrowerkzeuge, nicht mehr als zwei Minuten in Anspruch nimmt. Er ergänzt dazu: „Dann schmiert sich die Kette automatisch und erreicht eine lange Lebensdauer. Abhängig von der Materialgeometrie und davon, wie oft die Hallenbauer in das Material einstechen, sind in Stahlpaneelen bis zu 300 Schnittmeter möglich.“ Ist dann ein Wechsel von Kette und/oder Schwert notwendig, klappe das in knapp zwei Minuten.

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