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Sondermaschinenbau

Präzision mit dem richtigen Werkzeug und seinem Antrieb

| Autor: Simone Käfer

Im Sondermaschinenbau ist eine hohe Fertigungstiefe Voraussetzung für die Qualität der kundenspezifischen Anlagenlösungen. Bei der Realisierung helfen Aussteuerwerkzeuge und deren Antriebe. Drei Anbieter davon hat der MM MaschinenMarkt beleuchtet.

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( Bild: SSB-Maschinenbau )

In sein horizontales Sonder-Fahrständerzentrum hat SSB-Maschinenbau das mechatronische Werkzeugsystem Tooltronic von Mapal eingebaut. Es wird dort zur parallel zweiseitigen Endenbearbeitung von Radsatzwellen für Schienenfahrzeuge mitverwendet. Das System dient sowohl als einwechselbare, vollwertige NC-Achse für Bearbeitungszentren als auch als Spindeleinbau für Sonder-, Transfer- und Rundtaktmaschinen. Mit dieser Antriebsachse können verschiedene Aussteuerwerkzeuge für Drehbearbeitung bei stehendem Werkstück, Bohrwerkzeuge mit Schneidenverstellung oder auch Honwerkzeuge mit aussteuerbaren Honleisten zur Verschleißkompensation und Maßkorrektur angesteuert werden.

Welches Aufsatzwerkzeug mit der Tooltronic verwendet wird, hängt von der jeweiligen Bearbeitungsaufgabe ab. Grundsätzlich können aktorische Werkzeuge von Mapal, die bisher mit Kühlmitteldruck, Fliehkraft, Auflaufprinzip oder Zugstange zu betätigen sind, mit der Tooltronic geregelt angetrieben werden. Dabei ist das System mit allen gängigen Maschinensteuerungen kompatibel.

Vom Antrieb zur Achse

Zur Präzisionsbearbeitung der Radsatzwellen wird die Tooltronic neben einem Werkzeugtellermagazin für Hohlschaftkegel-(HSK-)100-Aufnahme mit einem Doppelgreifer je Spindel sowie zwei Pick-up-Magazinen für große und schwere Werkzeuge als elektronisch, automatisch einwechselbarer Plandrehkopf zur Herstellung konischer Bohrungen oder komplizierter Konturen genutzt. Das in sich geschlossene Antriebsmodul entpuppt sich dabei – durch induktive Energie- und bidirektionale Datenübertragung – als eine vollwertige, in die übergeordnete Maschinensteuerung eingebundene NC-Achse. „Aufwendige Fertigungsoperationen können auf eine Werkzeugmaschine beziehungsweise Bearbeitungsstation reduziert werden. Dadurch minimieren sich die Durchlaufzeiten und die Kosten“, erklärt Dietmar Rettenmaier, Vertrieb Aussteuerwerkzeuge und mechatronische Systeme bei Mapal, die Vorteile. „So realisiert der Plandrehkopf das Bearbeiten von Konturen, Hinterstichen und nichtzylindrischen Bohrungen genauso wie geschlossene Regelkreise zur Schneidenkompensation oder die einfache Herstellung von variantenreichen Teilefamilien.“

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