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Fritz Schiess

Prozesssichere und wiederholgenaue Präzision im Grenzbereich

| Redakteur: Dietmar Kuhn

Die 1920 gegründete Fritz Schiess AG produziert mit über 50 Pressen Feinschneidteile. Namensgeber Fritz Schiess-Forrer hatte 1922 das Patent für seine Erfindung des Feinschneidens als spezielle Form des Stanzens erhalten. Zu den besonderen Teilen zählen Zahnräder mit reduziertem Einzug, Teile mit kleinen Bohrungen oder schmalen Stegen, aber auch ganze Baugruppen, die unter anderem in der Sicherheitstechnik eingesetzt werden.

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Durch das neue RE-Verfahren der Fritz Schiess AG erhöht sich der Traganteil der Zähne von herkömmlichen 60 bis 70% (links) auf rund 90% der Fläche (rechts). Damit lassen sich nicht nur Montageschritte sondern auch Material einsparen. Bild: Fritz Schiess
Durch das neue RE-Verfahren der Fritz Schiess AG erhöht sich der Traganteil der Zähne von herkömmlichen 60 bis 70% (links) auf rund 90% der Fläche (rechts). Damit lassen sich nicht nur Montageschritte sondern auch Material einsparen. Bild: Fritz Schiess
( Archiv: Vogel Business Media )

Kunden kommen aus allen wichtigen Industriebereichen. Bei einigen ist das Unternehmen, das in der vierten Generation von Familienmitgliedern geführt wird, bevorzugter Lieferant. Auf den speziellen Feinschneidpressen der Fritz Schiess AG, die mit eigens angefertigten Werkzeugen bestückt sind, werden Blechteile mit glatten Schnittflächen und rechtwinkligen Kanten erzeugt. Dabei sind im gleichen Arbeitsgang auch zusätzliche Schritte wie Prägen oder Durchsetzen möglich. Durch weitere Bearbeitungsschritte der feingeschnittenen Teile wie zum Beispiel Biegen, Entgraten, spanende Bearbeitung oder Wärme- und Oberflächenbehandlung, erhalten Kunden Teile zum sofortigen Einbau in Elektrogeräte, Fotoapparate und andere Maschinen. Große Abnehmer sind darüber hinaus Unternehmen der Haustechnik, der Automobilindustrie und der Textilbranche.

Zu den Besonderheiten des 1920 gegründeten Unternehmens zählt seit 2010 die Herstellung von Zahnrädern mit einem um bis zu 50% geringeren Stanzeinzug an den Zahnflanken. Durch dieses weltweit einzigartige RE-Verfahren erhöht sich der Traganteil an den Zähnen auf bis zu 90%. Das spart Anwendern enorm viel Material und eröffnet Konstrukteuren völlig neue Möglichkeiten. Durch frühzeitige Abstimmung mit den Feinschneid-Experten können Kunden die Möglichkeiten der innovativen Fertigungstechnologie in vollem Umfang ausschöpfen.

Auf rund 14000 m2 entstehen Feinschneidteile, deren Präzision sich häufig im Grenzbereich des technisch Machbaren bewegt. Auch bei noch so anspruchsvollen Kundenanforderungen gelingt es den Spezialisten, prozesssicher und wiederholgenau große Serien zu fertigen, sogar mit 100%-Prüfung und in Null-ppm-Qualität. Verantwortlich für diese Präzision ist der hauseigene Werkzeugbau, der für die Feinschneidpressen immer wieder kreative und intelligente Lösungen auch für schwierigste Anforderungen hervorvorbringt. Seit der Firmengründung hat sich aus der Herstellung von Werkzeugen für über 6300 Teile ein gewaltiger Erfahrungsschatz gebildet, von dem Kunden profitieren. Diese Kompetenz wollen auch Philipp und Frederic Schiess weiterführen, die seit 2010 die Verantwortung für das Unternehmen innehaben.

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