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Rapid-Weld-Hochleistungsprozess arbeitet mit Tempo für den Schienenverkehr

| Autor/ Redakteur: Walter Lutz / Dietmar Kuhn

SMW fertigt Drehgestelle und Wiegenträger für Nahverkehrszüge, Personen- und Straßenbahnen, aber auch Motortragrahmen, Zughauben und Puffer. Mit dem neuen Rapid-Weld-Prozess von Cloos stellt das Unternehmen die Weichen auf Zukunft: Der Schweißprozess zeichnet sich durch kurze Fertigungszeiten und spritzerarme Nahtergebnisse selbst bei großvolumigen Nähten aus.

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Der Rapid-Weld-Schweißprozess zeigt, wie hier bei einer Kehlnaht, einen optimalen Einbrand bis tief in die Wurzel hinein.
Der Rapid-Weld-Schweißprozess zeigt, wie hier bei einer Kehlnaht, einen optimalen Einbrand bis tief in die Wurzel hinein.
( Bild: Cloos )

Schon der Rundgang durch die 20.000 m2 große Fertigungshalle lässt keinen Zweifel daran: SMW ist ein Vorzeigebetrieb, der mit kompetenten Mitarbeitern, einem durchdachten Materialfluss und modernster Fertigungstechnik seine Marktposition ausbaut. Das aus dem ehemaligen DDR-Panzerreparaturwerk hervorgegangene Unternehmen wurde seit der Übernahme durch den Mettmanner Unternehmer Eckhard Gellrich konsequent modernisiert und so zum Partner des internationalen Schienenfahrzeugbaus gemacht. „Heute erwirtschaften wir mit 150 Mitarbeitern und 15 Azubis rund 15 Mio. Euro Umsatz“, sagt SMW-Geschäftsführer Manfred Biber.

Bahnzulieferer setzt auf hohe Fertigungstiefe

Damit die Qualität stimmt, arbeitet das Unternehmen mit einer sehr hohen Fertigungstiefe: Von Blechzuschnitt und -bearbeitung über Bohren, Drehen, Fräsen und Schleifen sowie verschiedene Schweißprozesse sind alle relevanten Fertigungsschritte im eigenen Haus vorhanden. Die eigene Werkzeugbau-Abteilung liefert Lehren, Vorrichtungen und Sonderwerkzeuge für die Produktion der Sicherheitsbauteile.

In einem Glühofen lassen sich selbst größere Teile wärmebehandeln. Mit Stahlkiesstrahlen und Nasslackierung bekommen die Bauteile ihre gewünschte Oberfläche. Und auf Montageplätzen entstehen komplette Baugruppen inklusive Hydraulik- und Elektrokomponenten. Im Qualitätsbereich verfügt SMW über eine Drei-Wege-CNC-Messmaschine und diverse Prüfgeräte.

Cloos-Schweißroboter überzeugt mit effizienter Werkstückbearbeitung

„Bei der Schweißtechnik vertrauen wir seit vielen Jahren auf die bewährte Cloos-Technik“, so Betriebsleiter Wolfgang Schulz. Neben einer Vielzahl von Impulsstromquellen für die Handschweiß-Arbeitsplätze sind seit 2004 auch drei Roboteranlagen des Haigerer Herstellers im Einsatz, auf denen die Großserien geschweißt werden. Beispielsweise verlassen 25.000 Puffer für Loks und Waggons pro Jahr das Neubrandenburger Werk.

Geschäftsführer Manfred Biber: „Wir haben bereits einen Roboter der neuen Qirox-Reihe (Qirox ist ein geschütztes Markenzeichen der Carl Cloos Schweißtechnik GmbH) geordert, dessen zahlreiche Innovationen enorme Vorteile für eine effiziente Werkstückbearbeitung ermöglichen. Das zeigt unsere hohe Zufriedenheit mit den Cloos-Lösungen.“

Drehgestell hat 60 bis 150 laufende Meter Schweißnaht

SMW verarbeitet Stähle in den Qualitäten S355 ohne Dickenbegrenzung, Feinkornstahl bis S690 und bis 20mm, Aluminium und Edelstahl bis 12 mm Stärke. Zwischen 60 und 150 laufende Meter Schweißnaht werden in ein modernes Drehgestell eingebracht, das 800 bis 1000 kg wiegen kann. 35 dieser sicherheitsrelevanten Baugruppen fertigt SMW durchschnittlich pro Monat, dazu kommen noch rund 45 Wiegenträger, also die Baugruppen, die sich zwischen Waggonboden und Drehgestell befinden.

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