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Retrofit erhöht Leistung und Qualität einer Streck-Biege-Richtanlage

| Redakteur: Stefanie Michel

Warum eine Streck-Biege-Richtanlage erneuern, wenn die mechanischen Komponenten noch in Ordnung sind? Das dachte sich auch ein Halbzeuge-Hersteller und lies seine Anlage sowohl mechanisch als auch elektrotechnisch modernisieren. So konnte das Wickelergebnis dessen Kupferbandes verbessert sowie die Planheit erhöht werden.

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Ein präzise gewalztes und gerichtetes Ausgangsmaterial ist Grundlage die hohe Qualität der Endprodukte. Die eingesetzte Streck-Biege-Richtanlage aus dem Jahr 1976 wurde dafür nun modernisiert.
Ein präzise gewalztes und gerichtetes Ausgangsmaterial ist Grundlage die hohe Qualität der Endprodukte. Die eingesetzte Streck-Biege-Richtanlage aus dem Jahr 1976 wurde dafür nun modernisiert.
( Bild: Wieland-Werke )

Produktivität und Lebenszykluskosten von Fertigungsanlagen stehen in Zeiten immer schärferen Wettbewerbs zunehmend im Fokus der Betriebsbetrachtung. Dies gilt auch für Maschinen, die seit Jahrzehnten ihren Dienst tun, für die jedoch die Ersatzteilbeschaffung schwierig bis unmöglich geworden ist oder deren Effizienz – gemessen am technischen Fortschritt und an neuen Vorschriften – nicht mehr ausreicht.

Retrofit von Streck-Biege-Richtanlage besser als Neuanschaffung

Eine Neuanschaffung bedeutet allerdings eine hohe Investition, die mit Einarbeitung, Eingewöhnungszeiten und Produktionsausfall während der Installationsphase verbunden ist. Um die Anlage technisch auf den neuesten Stand zu bringen, bietet sich als Alternative die Aufrüstung der bestehenden Geräte an, bei der nur einzelne Komponenten optimiert werden. So entschied sich die auf Kupfer- und Kupferlegierungshalbzeuge spezialisierte Wieland-Werke AG, ihre in die Jahre gekommene Streck-Biege-Richtanlage fachgerecht überholen zu lassen. Innerhalb von sechs Monaten setzte der Metallbandexperte Burghardt + Schmidt GmbH ein entsprechendes Modernisierungskonzept von der kundenindividuellen Produktentwicklung über die Beschaffung der Komponenten bis zur Installation vor Ort um. Die Maschine arbeitet seither mit höherer Geschwindigkeit, weist eine bessere Produktivität auf und lässt sich leichter warten.

Bänder, Drähte und Rohre aus Kupfer-, Messing- oder Bronzelegierungen sowie daraus gefertigte Gleitlager und andere Systembauteile sind die Kernkompetenz der Wieland-Werke AG. Um dabei die hohen Anforderungen an Oberflächenqualität und -planheit erfüllen zu können, müssen die Bänder präzise gewalzt und gerichtet werden. Unerwünschte Formabweichungen sind damit auf ein Minimum reduziert. Im Werk Vöhringen wird dafür seit 1976 eine Streck-Biege-Richtanlage eingesetzt, ein Richtsystem mit je vier Brems- und Zugrollen. 2006 stellte das Unternehmen jedoch fest, dass diese altbewährte Maschine den Ansprüchen nicht mehr genügte.

Leichtere Instandhaltung und höhere Leistung durch Retrofit

„Zum einen konnten neuere Sicherheitsvorschriften zum Berührungsschutz nicht mehr erfüllt werden“, erklärt Dipl.-Ing. (FH) Wolfgang Benischke, Leiter Zentrale Planung Walzgruppe. „Zum anderen ließ sich der Betrieb auf längere Sicht nicht gewährleisten, weil zum Teil die Ersatzteile der elektrischen Ausrüstung nicht mehr verfügbar waren. Außerdem kam es häufiger zu Ausfällen und der Aufwand zur Störungsbehebung war unverhältnismäßig hoch.“ Dennoch waren die mechanischen Bestandteile an sich noch in gutem Zustand, weshalb sich das Unternehmen gegen eine Neuanlage entschied. „Die mit der Aufrüstung mögliche Kosteneinsparung gegenüber einer Neuanschaffung gab hierfür den Ausschlag.“

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