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Gleitschleifen

Roboter ermöglicht vollautomatischen Gleitschliffprozess

| Redakteur: Stéphane Itasse

Das Entgraten und Polieren empfindlicher Präzisionsteile aus Aluminium erfolgte bei einem Kunden immer schon in einem Gleitschliffprozess, wie die Rösler Oberflächentechnik GmbH mitteilt. Allerdings sei ein hoher manueller Aufwand erforderlich gewesen, um die berührungsempfindlichen Werkstücke zu schützen. Geändert habe sich dies durch eine Anlage für vollautomatisches Reinigen, Entgraten und Polieren.

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Das High-Frequency-Finishing (HFF), ein neu entwickelter Gleitschliffprozess, ermöglicht bei kurzen Bearbeitungszeiten ein homogenes und reproduzierbares Entgrat- und Polierergebnis.
Das High-Frequency-Finishing (HFF), ein neu entwickelter Gleitschliffprozess, ermöglicht bei kurzen Bearbeitungszeiten ein homogenes und reproduzierbares Entgrat- und Polierergebnis.
(Bild: Rösler)

Die Anlage ermögliche die berührungsfreie Bearbeitung von rund 30 verschiedenen Werkstückvarianten. Rösler entwickelte dafür nach eigenen Angaben nicht nur ein entsprechendes Maschinenkonzept, sondern mit dem High-Frequency-Finishing (HFF) auch einen komplett neuen Gleitschliffprozess.

Erstmals vollautomatischer Ablauf beim Gleitschleifen

Ein Novum stelle der vollautomatisierte Prozessablauf dar. Die Anlage ist dafür mit einem Roboter mit unterschiedlichen Greifern für die verschiedenen Werkstückvarianten ausgestattet, wie es heißt. Er greife jeweils vier Teile, die mit einem Förderband aus der spanenden Bearbeitung zur Anlage transportiert werden, in einer definierten Position. Für den ersten Behandlungsschritt – das Entfetten und Reinigen – tauche der Roboter die Werkstücke in ein Reinigungsbad. Darauffolgend gehe es weiter in den eigentlichen Gleitschliff-HFF-Prozess, dem ein Spül- und Abblasschritt nachgeschaltet sei. Im Anschluss lege der Roboter die Aluminiumteile wieder auf dem Förderband ab, welches sie zum nächsten Fertigungsprozess transportiere.

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Für das HFF würden die an den Greifern des Roboters aufgespannten Werkstücke in das Bearbeitungsmedium (Edelstahlkugeln) eingetaucht. Dort sorgen laut Rösler die gleichzeitige Vibrationsbewegung der Werkstückaufnahmen mit 3000 min–1 und die Strömungsbewegung des Mediums dafür, dass die Werkstücke allseitig bearbeitet werden. Darüber hinaus könnten die Teile während des Prozesses aus dem Bearbeitungsmedium herausgenommen und gedreht werden.

Homogenes und reproduzierbares Entgrat- und Polierergebnis erzielt

Durch die Kombination der beiden, voneinander unabhängigen Bewegungen und exakt auf diesen Prozess abgestimmte Verfahrensmittel (Schleifkörper und Compound) werde innerhalb einer sehr kurzen Bearbeitungszeit ein homogenes und reproduzierbares Entgrat- und Polierergebnis erzielt. Der Gesamtprozess inklusive Aufnehmen und Ablegen der Teile dauere je nach zu bearbeitendem Werkstück zwischen 180 und 300 s.

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