Aicon

Rohr- und Drahtmesssystem misst 10 Rohre in 85 Sekunden

| Autor / Redakteur: Wibke Dose / Frauke Finus

Messtechniker Richard Johansson ist Hauptverantwortlicher für die Messungen mit dem Tubeinspect P16. „Einfache Bedienbarkeit, schnelle Messungen, und die Autokorrektur für Biegemaschinen sind ein großes Plus für uns.“
Messtechniker Richard Johansson ist Hauptverantwortlicher für die Messungen mit dem Tubeinspect P16. „Einfache Bedienbarkeit, schnelle Messungen, und die Autokorrektur für Biegemaschinen sind ein großes Plus für uns.“ (Bild: Proton Group)

Von der Skizze zum fertigen Produkt alles aus einer Hand – das ist die Geschäftsidee der schwedischen Firma Proton Engineering. Der Komplettanbieter von Rohr- und Blechkonstruktionen ist dabei drauf bedacht, bestmögliche Qualität zu liefern. Drum wird für die Qualitätskontrolle ein Rohr- und Drahtmesssystem von Aicon eingesetzt.

Gebogene Rohre in unterschiedlichsten Größen und Formen, aus Stahl, Edelstahl, Aluminium, Kupfer und Messing, mit 6 mm bis 150 mm Durchmesser – sie sind das Kerngeschäft von Proton Engineering. Das schwedische Unternehmen bietet komplette Lösungen, die alle erforderlichen Prozesse umfassen: Rohrbiegen, Endenformung, Blechbearbeitung, Schweißen mit hohem Automatisierungsgrad sowie die komplette Montage der Zusammenbauteile. Das Unternehmen vereint Design, Konstruktion, Prototypenentwicklung, Erstmusterkontrolle, Serienproduktion, Oberflächenbehandlung, Prüfung und Logistik unter einem Dach.

Dabei bekommen die Mitarbeiter seit November 2015 Unterstützung von einem Tubeinspect P16 von Aicon 3D Systems. Hauptaufgaben des Tubeinspect sind die Erstmusterkontrolle und serienbegleitende Stichprobenmessung. Die geprüften Teile werden dann in der Montage oder Schweißabteilung weiterbearbeitet, einige direkt zum Kunden geschickt. Gibt es Abweichungen von den CAD-Vorgaben, leistet Tubeinspect wertvolle Unterstützung bei der Fehleranalyse.

Direkt in Produktionsprozesse integriert

Proton Engineering war einer der ersten Kunden, die ein Rohr- und Drahtmesssystem aus der Tubeinspect P16 Serie angeschafft haben. Erstmals wurde bei Proton ein Messsystem direkt neben der Fertigungslinie in der Produktion und nicht im Messraum aufgestellt. Tubeinspect ist unempfindlich gegenüber Erschütterungen und konnte daher problemlos direkt in die Produktionsprozesse integriert werden. Ein weiterer Vorteil, denn so werden die Abläufe nicht gestört oder gar unterbrochen.

Schon nach kurzer Zeit zog Proton Engineering ein positives Resümee des neuen Prüfprozesses. Die Messungen mit dem Tubeinspect P16 sind wesentlich schneller als frühere, teils mechanische Messmethoden. Das spart Zeit und Kosten, denn auch die Stillstandzeiten der Maschinen werden reduziert. Außerdem ist das neue System wesentlich genauer und die Ergebnisse sind umfassender. Das anfängliche Misstrauen einiger Kollegen gegenüber der neuen Technik ist längst einer großen Begeisterung gewichen. Heute messen die Schweden mit Tubeinspect den größten Teil aller gebogenen Rohre und mithilfe von Adaptern sogar komplette Komponenten mit Anbauteilen. „Das System hilft uns, unseren Kunden die beste Qualität zu liefern. Unsere Produktion wird noch kosteneffizienter, auch das kommt unseren Kunden zugute“, sagt Roger Olofsson, Qualitäts- und Umweltverantwortlicher bei Proton Engineering.

Berührungsloses Verfahren macht Messung präzise

Tubeinspect P16 ist ausgerüstet mit 16 hochauflösenden Digitalkameras mit GigE-Technik und verfügt über ein großes Messfeld (2600 mm x 1250 mm x 700 mm). Drähte und Rohre bis zu einer Länge von 2500 mm können in einem Schritt gemessen werden, längere Rohre bis zu einer Länge von 7 m werden durch Nachsetzen in mehreren Schritten erfasst. In der Regel liegen die Messergebnisse in weniger als 10 Sekunden vor. Olofsson arbeitet seit 25 Jahren in der Firma und verfügt über viel Erfahrung in den Bereichen Messtechnik, Abnahmekontrollen und Erstmusterprüfungen. Er ist beeindruckt von der Leistung des Systems und der Bedeutung für die Qualitätssicherung. „Diese Investition macht unsere Messungen schneller und sicherer. Durch das berührungslose Verfahren ist die Messung präzise, und die Ergebnisse sind dieselben, egal, wer von uns die Messung durchführt“, sagt er.

Schon länger hatte Proton das Tubeinspect P16 als passende Lösung ins Auge gefasst. Letztendlich überzeugte das System unter anderem durch seine Benutzerfreundlichkeit. Olofsson war sofort begeistert: „Wir haben es geschafft, 10 Rohre in 85 Sekunden zu messen!“ Messtechniker Richard Johansson arbeitet von Beginn an mit dem System. „Einfache Bedienbarkeit, schnelle Messungen, und die Autokorrektur für Biegemaschinen sind ein großes Plus für uns. Wir produzieren weit weniger Ausschuss und die Stillstandzeiten der Biegemaschinen wurden minimiert. Das hat unsere Qualitätssicherung auf ein ganz neues Niveau gestellt.“

Aicon auf derBlechexpo 2017: Halle 3, Stand 3413

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