Euroblech 2014 Rohre wirtschaftlich spanlos trennen

Redakteur: M.A. Frauke Finus

Die spanlose Rohrtrennung ermöglicht eine unmittelbare Weiterverarbeitung der Werkstücke. Bei der kontinuierlichen Entwicklung der Rohrtrennungstechnologien T-cut setzt Transfluid einen doppelten Fokus, der auch die spanlose Trennung dickerwandiger Rohre einschließt.

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Orbitales Schneidrad wird kontrolliert mechanisch zugestellt für die ideale Abstimmung auf die Wandstärke.
Orbitales Schneidrad wird kontrolliert mechanisch zugestellt für die ideale Abstimmung auf die Wandstärke.
(Bild: Transfluid)

Verschmutzung kann bei der Serienfertigung verschiedenster Rohre extreme Probleme bereiten. Im schlimmsten Fall tauchen Späne plötzlich dann wieder auf, wenn die Rohre bereits im System verbaut sind. Kommt man hier doch noch glimpflich davon, führen sie nur zu Störungen. Ansonsten ist die Zerstörung kompletter Anlagenbauteile die mögliche Folge. „Dies macht deutlich, welche Vorteile das spanlose Trennverfahren schafft. Gerade auch deshalb, weil es in unterschiedlichsten Ausstattungsvarianten für individuelle Anforderungen einsetzbar ist“, erläutert Gerd Nöker, Geschäftsführer der Transfluid Maschinenbau GmbH.

Exakte Abstimmung auf die Wandstärke

Bei der Trennung vom Coil werden die Rohre präzise gerichtet, auf Beschädigungen geprüft und der orbitalen Trennanlage zugeführt. Entweder arbeitet man hierbei mit zwei Coils, die miteinander verbunden sind, um Rüstzeiten zu sparen. Oder man verwendet die Einzugshilfe der Anlage, die eine schnelle und sichere Einfädelung eines neuen Coils ermöglicht. Die Zuführung beim Trennen von Rohrstangen erfolgt über ein Magazin und eine Vereinzelung. Zusätzlich materialsparend ist hier die wählbare Schnittoptimierung der Transfluid-Anlage. Sie stellt sicher, dass zum Beispiel eine 6 m lange Stange ohne Reststück getrennt wird. Die Positionierung des Schnittmaterials erfolgt über einen Zangenvorschub. Dieser wird servoelektrisch angetrieben. Trenntoleranzen liegen bei Zuführung von 1 m bei +/- 0,1 mm. Der Trennvorgang selbst erfolgt über ein orbitales Schneidrad. Der große Vorteil der Anlagen ist, dass dieses Schneidrad kontrolliert mechanisch zugestellt wird. So kann der Trennvorgang äußerst präzise auf die zu trennende Wandstärke abgestimmt werden.

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Während des Trennvorgangs wird der Schnittbereich gezielt geöffnet. Damit ist sichergestellt, dass die Trennrollen nicht im Schnittspalt einklemmen. Die Trennung des Rohres erfolgt genau in dem Moment, wenn die bestmögliche Trenntiefe erreicht ist. Dies gewährleistet die nur geringe Einschnürung des Rohres. Eine spezielle Vorrichtung garantiert außerdem, dass die Rohre im Außenbereich kontinuierlich kalibriert werden. Die Messer der Transfluid-Anlagen sind gut auf die jeweiligen Materialien abgestimmt. Das sichert eine lange Lebensdauer der Trennmesser. Trennleistungen von 100.000-200.000 Schnitten sind selbst bei geschweißten Rohren möglich. Die Trennzeit liegt je nach Rohrlänge bei 2 bis 3 Sekunden. Alle Rohre können dann ohne weitere Bearbeitung weiterverarbeitet werden.

10 Stationen für eine gezielte Ausschleusung

Das Trennen im Standard ist mit den Parametern 6-30 x 3 mm (Edelstahl) umsetzbar. In einer speziellen Ausstattung kann die Technologie auch erheblich kleinere Rohre trennen. Eine zweite Maschinengröße trennt Rohre bis 76 mm Außendurchmesser. Die kürzeste Trennlänge mit Reißen beträgt etwa 30 mm, ohne den Reißvorgang etwa 10 mm. In der besten Zykluszeit läuft die Maschine bei Trennlängen zwischen 55 mm und 1.000 mm. Nach dem Trennvorgang können die getrennten Rohre gezielt ausgeschleust werden. Hierzu stehen bis 10 Stationen zur Verfügung. Dort werden die unterschiedlichen Längen abgelegt. Die hohe Ausbringung der Trennanlage macht dies notwendig.

Transfluid Maschinenbau GmbH auf der Euroblech 2014: Halle 11, Stand E02

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