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Profil Verbindungstechnik Runde Einpressmutter mit Niet für dickwandige Bauteile bei hohen Belastungsfällen

| Redakteur: Dietmar Kuhn

Die neu entwickelte REN-Einpressmutter für Dickbleche im Chassis- und Karosseriebau wird in vorgelochte Blechformteile eingepresst. Dabei entsteht eine in Funktionsrichtung für dynamische, statische und schlagartige Lastfälle hochbelastbare Verbindung. Die Einpressmutter eignet sich für ein breites Spektrum an Blechdicken und Festigkeiten in der Pkw- und Lkw-Produktion und ist durch die vielfältigen Verarbeitungsmöglichkeiten sehr wirtschaftlich verwendbar.

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Verdrehnasen am Schaft und eine ausgeprägte Flanschfläche ermöglichen es der REN-Einpressmutter große Kräfte zu übertragen.
Verdrehnasen am Schaft und eine ausgeprägte Flanschfläche ermöglichen es der REN-Einpressmutter große Kräfte zu übertragen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die REN-Einpressmutter wurde speziell für dicke Blechwerkstoffe ab etwa 4 mm Dicke entwickelt. Dabei eignet sie sich sowohl für die Verarbeitung in hochfesten Blechen bis 1200 MPa Zugfestigkeit als auch für Aluminiumbleche. Die obere Blechdickengrenze von rund 20 mm wird in erster Linie durch die erforderliche Vorlochung gesetzt.

Einpressmutter lässt sich nicht mehr rückwärts herausdrücken

Der Lochvorgang lässt sich beispielsweise in einer Presse mit einem Verbundwerkzeug vornehmen und wird mit einem größeren Schnittspalt als beim Lochen üblich ausgeführt. Durch die Kombination einer großen Matrize mit einem kleinen Lochstempel entsteht dabei ein ausgeprägter Konus, der als Hinterschneidung dient und so verhindert, dass sich die Mutter rückwärts wieder aus dem Blech herausdrücken lässt.

Die Einpressmutter hat über den gesamten Blechdickenbereich die gleiche Geometrie. Bei dünneren Blechen muss man deshalb auf der Gegenseite eine Sicke beziehungsweise Kerbe einbringen, die den Nietabschnitt aufnimmt. Ansonsten wird die Mutter einfach in das Blech gesteckt und von der Gegenseite aufgespreizt. Verdrehnasen am Schaft und eine ausgeprägte Flanschfläche ermöglichen es, mit der REN-Einpressmutter große Kräfte zu übertragen.

Einpressmutter hat sich bereits in der Praxis bewährt

Die erste erfolgreiche Serienanwendung für die REN-Mutter fand sich bei der Türscharnier-Befestigung eines süddeutschen Automobilherstellers. Bei diesem Anwendungsfall treten Setzungserscheinungen wie bei den üblichen Türscharnier-Befestigungen nicht mehr auf. Zu den Verarbeitungsmöglichkeiten der REN-Mutter zählt beispielsweise eine vollautomatische Zuführung in Blechumformwerkzeugen. Im Rohbau ist eine manuelle oder automatische Zuführung möglich.

Als Lieferant kompletter Systeme kann Profil außer der Einpressmutter auch die für jeden Anwendungsfall optimale Verarbeitungstechnik liefern. Damit gewährleistet das Gesamtsystem ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und eine hohe Wirtschaftlichkeit. Zu den Leistungen gehört auch eine umfassende Beratung der Produktionsplanung unter Berücksichtigung aller notwendigen Bausteine für eine prozessoptimierte Automatisierungstechnik.

Profil Verbindungstechnik auf der Euroblech 2010: Halle 13, Stand C16

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