Übernahme Schäfer Werke bauen neuen Geschäftsbereich Streckmetall auf

Autor Stéphane Itasse

Die Schäfer Werke, Neunkirchen, übernehmen ab dem 1. Mai 2015 einen Teilbereich der Streckmetallfertigung der Bender GmbH aus dem benachbarten Siegen. Der dadurch neu entstehende Geschäftsbereich Schäfer Streckmetall ergänzt das Angebot von Schäfer bei Stahlservice und Lochblech, wie das Unternehmen am Montag mitteilt.

Anbieter zum Thema

Filter gehören zu den typischen Anwendungen für Streckmetall.
Filter gehören zu den typischen Anwendungen für Streckmetall.
(Bild: Schäfer Werke)

Schäfer plant nach eigenen Angaben, die Streckmetallproduktion mit einer hohen Fertigungstiefe auszustatten. Maschinen und Personal aus dem Streckmetall-Bereich von Bender würden am Schäfer-Standort auf dem Pfannenberg in Neunkirchen integriert.

Streckmetallgitter aus Stahl und Aluminium am weitesten verbreitet

Streckmetall, bisweilen auch als Streckgitter bezeichnet, ist ein Werkstoff mit Öffnungen in der Oberfläche, wie es heißt. Sie entstünden durch versetzte Schnitte ohne Materialverlust unter gleichzeitiger streckender Verformung. Die Maschen des gitterartigen Materials würden aus Tafeln oder Coils gefertigt und seien nicht geflochten oder geschweißt. Sie könnten zwar auch aus Kunststoffen oder weiteren Materialien erzeugt werden, jedoch sei Streckmetall aus Stahl oder Aluminium am weitesten verbreitet. Rund-, Quadrat- und Rautenmasche seien die häufigsten unter den Maschenformen.

Bildergalerie

Produkte aus Streckmetall haben laut Mitteilung eine klare Eigenständigkeit, vereinen sie doch viele positive Eigenschaften: Streckmetall ist form- und schweißbar, feuerbeständig, durchlässig, leitfähig und äußerst langlebig. Der Einsatz sei kostengünstig, umwelt- und ressourcenschonend. Aufgrund seiner Dreidimensionalität sei Streckmetall je nach Ausführung und Positionierung entweder durchsichtig oder undurchsichtig.

Anwendungsmöglichkeiten von Streckmetall noch nicht ausgeschöpft

Streckmetall finde man in vielen Anwendungen, zum Beispiel Automobilindustrie, Filteranlagen, Fassadenbau, In- oder Outdoormöbel, oder auch als Verbundwerkstoff. Die Einsatzgebiete seien äußerst vielschichtig und längst noch nicht ausgeschöpft.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:43332070)