Sigma Spanntechnik Schnellmontierbare Spannpatronen für Servicekomfort und hohe Kräfte

Autor / Redakteur: Josef Reinauer und Wolfgang Klingauf / Peter Königsreuther

Viele Automatikspannsätze müssen bei der Montage heute umständlich von zwei Seiten verschraubt werden. Diese Bauart wirkt sich auch bei Reparaturen zeitlich negativ aus. Eine von vorne einsetzbare Spannpatrone verkürzt nun die Montage deutlich, sorgt für ein hohes Spannkraftniveau und liefert eine hohe Wuchtgüte.

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Die HSK-Spannpatronen gibt es in Flansch- (oben) oder Direkteinbauvariante. (Bild: Sigma)
Die HSK-Spannpatronen gibt es in Flansch- (oben) oder Direkteinbauvariante. (Bild: Sigma)

Um ein Zerspanungswerkzeug mit der Maschinenspindel zu koppeln, stehen dem Anwender heute verschiedene Schnittstellen zur Verfügung. In der Großserienfertigung haben sich lange Jahre die Steilkegel behauptet. Sie wurden jedoch in den letzten Jahren durch die Hohlschaftkegel (HSK) zunehmend verdrängt und gelten heute fast als Auslaufmodell. Der Hohlschaftkegel ist von der Struktur her genauer und reagiert steifer, wie die praktischen Erfahrungen gezeigt haben.

Das Konzept der Spannpatrone schafft Handlingvorteile

Die Hohlschaftkegel-Systeme wurden dereinst beim Unternehmen Gühring entwickelt, weiteroptimiert und die Normierung vorangetrieben. Sigma nutzte das Wissen um die technischen Vorteile und entwickelte gezielt eine spezielle Produktkategorie: So bilden seit Längerem die sogenannten HSK-Spanner in manueller Bauart einen besonderen Kern des Angebots.

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Seit Kurzem gibt es diese Spannsysteme auch als automatische Ausführung. Das einsatztaugliche Produkt steht nun unter dem Namen ASS in verschiedenen Größen und Ausführungen für Spindelhersteller und Werkzeugmaschinenbauer bereit und bietet eine ganze Reihe von Vorteilen.

Automatikspannsatz kann in kurzer Zeit montiert werden

So entstand ein Automatikspannsatz, der einerseits durch seine konstruktive Auslegung höhere Spannkräfte als übliche Systeme erzeugt und andererseits, als eine Art Patronensystem fix und fertig voreingestellt, in kürzester Zeit montiert werden kann. Der wesentliche Unterschied liegt im Aufbau der HSK-Systeme. Denn bei den üblichen Automatikspannern müssen die Zange und die anderen Komponenten von vorne in die Spindel eingeführt werden. Dann wird von der Spindelrückseite aus die Zugstange um die für die automatische Spannung verantwortlichen Tellerfedern oder um eine sogenannte Röhrs-Feder ergänzt.

Die Federelemente müssen nachfolgend unter Druck gespannt und in diesem Zustand mit dem Spannsatz verschraubt werden. Die Spannkraft und das Ausstoßmaß müssen danach auch noch eingestellt werden. Der gesamte Ablauf ist aufwendig und umständlich. Sollte der Reparaturfall eintreten, muss sich der gesamte Montageprozess zunächst rückwärts abspielen, was nicht weniger zeitraubend ist.

Der Montagevorgang soll wesentlich einfacher durchzuführen sein, wenn, statt herkömmliche Systeme zu nutzen, auf die neuen, automatischen HSK-Spanner umgesattelt wird. Denn die Spannpatronen der ASS-Baureihe sind nicht nur fertig vormontiert, sondern die Spannkraft und das Ausstoßmaß sind auch schon eingestellt.

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