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Rehm Blechtec Schweißnahtvorbereitung ohne nachträgliche Zerspanung

| Redakteur: M.A. Frauke Finus

Rehm Blechtec hat in eine Plasmaschneidanlage von Zinser investiert, die über ein Fasenaggregat verfügt, womit nicht nur vertikale, sondern auch schräge Schnitte bis zu einem Winkel von 52° realisierbar sind. Eine nachträgliche Zerspanung zur Schweißnahtvorbereitung ist somit nicht mehr nötig.

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Rehm Blechtec, Spezialist in der Bearbeitung von Edelstahl-, Aluminium- und Stahlblechen, hat sein Produktionsspektrum um eine Plasmaschneidanlage mit Fasenaggregat erweitert.
Rehm Blechtec, Spezialist in der Bearbeitung von Edelstahl-, Aluminium- und Stahlblechen, hat sein Produktionsspektrum um eine Plasmaschneidanlage mit Fasenaggregat erweitert.
(Bild: Rehm)

Rehm Blechtec ist Spezialist in der Bearbeitung von Edelstahl-, Aluminium- und Stahlblechen. Das Unternehmen aus Blaubeuren hat sein Produktionsspektrum um eine Plasmaschneidanlage mit Fasenaggregat erweitert. Die Möglichkeiten einer solchen Anlage machten eine Anschaffung unumgänglich, wie es in einer Unternehmensmitteilung heißt „Ihr größter Vorteil liegt in der Möglichkeit zu Fasen“, sagt Werkleiter Thomas Hack. Er erklärt: „Fasen bedeutet dabei, dass die Plasmaschneidanlage Bleche nicht nur mit vertikalen Schnitten, sondern auch mit schrägen Schnitten bis zu einem Winkel von 52° schneidet. Dieses Anfasen dient zur Schweißnahtvorbereitung von Blechbauteilen, die bisher händisch angearbeitet werden mussten.“ Somit können Bauteile nun effizienter gefertigt werden. Außerdem konnte mit dem Laserschneider bislang nur eine maximale Blechstärke von 25 mm (bei Aluminium 12 mm) bearbeitet werden. Mit ihren 300 Ampere Leistung schneidet die Plasmaschneidanlage durch bis zu 80 mm dicke Stahlbleche, wie es weiter heißt.

Auch Aluminium und Edelstahl bis zu einer Stärke von 38 mm können bearbeitet werden. Mit einer Schneidtischfläche von 9000 x 2000 mm ist es möglich, zwei Großformatbleche gleichzeitig zu bedienen oder Sonderformate zu bearbeiten, wie es weiter heißt. Während die Maschine an einer Blechtafel schneide, könne der dafür zuständige Mitarbeiter bereits ein weiteres Blech ausbrechen und wieder bestücken. Die Plasmaschneidanlage könne dadurch ohne Handlingspausen durcharbeiten.

Schnelle Schnittgeschwindigkeit

Eine wichtige Komponente der Plasmaschneidanlage ist die neu entwickelte Stromquelle XPR300 von Hypertherm. Die XPR profitiert von guter Schnittqualität. Sie kombiniert neue Technologien mit verbesserten Verfahren und erreicht so eine höhere Schnittgeschwindigkeit und höherwertige Schnitte, die Nachbesserungen verringern, die Standzeit der Verschleißteile erhöhen sowie kürzere Einrichtungszeiten ermöglichen, wie das Unternehmen mitteilt. „Erst vor kurzem haben wir diese neue Stromquelle bekommen. Die hat zwar mit 300 Ampere etwas weniger Leistung als die Vorherige, aber sie kann anstatt 45° eben bis zu einem Winkel von 52° schneiden“, erklärt Hack und ergänzt: „Für den Stahlbau ist es wichtig, möglichst kostenoptimiert die Schweißnahtvorbereitung anzubringen. Mit der neuen Stromquelle können wir jetzt auch 50°-Fasen anarbeiten, haben einen besseren Schnitt und weniger Verschleißkosten.“