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Teilereinigung Schwertbürsten befreien Bleche gründlich von Partikeln

| Autor / Redakteur: Simone Fischer / Stéphane Itasse

In die Fertigungslinie integrierte Schwertbürsten sorgen dafür, dass Blechzuschnitte und Blechbänder partikelfrei der Weiterverarbeitung zugeführt werden. Damit kann die Qualität des erzeugten Produkts deutlich verbessert werden, es lassen sich sogar neue Anwendungsbereiche erschließen, beispielsweise in der Elektromobilität.

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Bild 1: Schwertbürsten entfernen Partikel vom Blech, damit sie in der Produktion keinen Ausschuss verursachen können.
Bild 1: Schwertbürsten entfernen Partikel vom Blech, damit sie in der Produktion keinen Ausschuss verursachen können.
(Bild: Wandres GmbH)

„Das für 2020 angestrebte Ziel, je Fahrzeug nur 95 g CO2 je Kilometer auszustoßen, ist nur erreichbar, wenn es bei den Neuzulassungen einen erheblichen Anteil an Fahrzeugen mit alternativen Antrieben gibt“, sagte Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), zum Auftakt der 65. Automobilmesse IAA. Elektro- und Hybridantriebe sind die erforderlichen Alternativsysteme, mit denen die EU-Vorgaben zu erzielen sind. Um die Elektrofahrzeuge entsprechend ausstatten zu können, müssen die Fertigungskapazitäten für Elektromotoren ausgebaut und die in den Fertigungslinien erzielte Qualität konstant gehalten beziehungsweise erhöht werden.

Partikel auf den Blechen können beim Bau von Elektromotoren Ausschuss verursachen

Die Stator- und Rotoreinheiten der Elektromotoren bestehen aus Blechpaketen, die aus einzelnen Lamellen zusammengesetzt sind. Diese Lamellen werden aus Elektroblechen oder -bändern gefertigt. Werden die Einzelbleche gestanzt und im Werkzeug paketiert, so ist es äußerst wichtig, dass in die Kontaktflächen keine Partikel eingetragen werden. Denn abhängig von ihrer Größe verschlechtern diese die Stapeleigenschaften des Blechpakets und können Kurzschlüsse zwischen den Blechen verursachen. Daher gilt es einen Partikeleintrag zu vermeiden, um die Effizienz der Motoren hoch zu halten. Ein in der Praxis bewährtes Reinigungsverfahren für diese Aufgabe ist die Schwertbürstentechnik.

Bildergalerie

Bei der Schwertbürste handelt es sich um ein effektives Reinigungssystem. Sie besteht aus einem Bürstengurt, der motorisch angetrieben wird und quer zur Transportrichtung des Bleches über dessen Oberfläche wischt. Dabei werden auch kleinste Schmutzpartikel von der Oberfläche aufgenommen und rückstandslos entfernt.

Ingromat-Verfahren nutzt Flüssigkeit und mechanische Wirkung zum Reinigen

Bei diesem Inline-Reinigungsverfahren wird die Effektivität zum einen durch die Ingromat-Flüssigkeit erreicht, die die kapillare Haftkraft zwischen Partikel und Filament erhöht, und zum anderen durch die mechanische Wirkung der Linearbürste (Bild 2 – siehe Bildergalerie). Schon vor Jahren wurde dieses „Feucht-wisch-Verfahren“ von Claus G. Wandres entwickelt und als Ingromat-Verfahren patentiert. Durch einen Sprayer werden die Filamentspitzen der Linearbürste mit dieser Reinigungs- und Antistatikflüssigkeit mikrofeucht benetzt (Bild 3). Dadurch wird die Adhäsion zwischen Partikel und Borste erhöht, sodass auch kleinste Partikel von der Blechoberfläche ab- und einer Absaugung zugeführt werden (Bild 4).

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