Werkzeug-Voreinstellgeräte So funktioniert das Werkzeug-Voreinstellen smarter

Redakteur: Peter Königsreuther

Der Werkzeugmaschinen-Hersteller Alfred H. Schütte stellt seine Werkzeuge jetzt von einer Zentrale aus ein. Das Einstellgerät Kenova set line H3 von Kelch passt dort ideal hinein...

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Schütte stellt Zerspanungswerkzeuge jetzt mit Kelch-Technik ein. Von links: Frank Erbstößer (Schütte) mit Bastian Birkenfeld (Kelch) am Steuerpult des Werkzeugeinstell-Geräts Kenova set line H3.
Schütte stellt Zerspanungswerkzeuge jetzt mit Kelch-Technik ein. Von links: Frank Erbstößer (Schütte) mit Bastian Birkenfeld (Kelch) am Steuerpult des Werkzeugeinstell-Geräts Kenova set line H3.
(Bild: Ch. Ahrens-Koeln)

Im Zuge einer internen Umstrukturierung erhielt das Einstellzentrum von Schütte einen zentral gelegenen Raum für die Voreinstellung der Zerspanungswerkzeuge. Als Industrie-4.0-fähiges Werkzeugeinstell-Gerät komme das Kenova set line H3 hier zum Einsatz, das Kelch in enger Abstimmung mit Schütte entwickelt hat. „Wir sind führend im Bereich Mehrspindel-Drehautomaten“, merkt Dipl.-Ing. Frank Erbstößer, Leiter der Einstellerei bei Schütte, an. Entsprechend hoch, führt er weiter aus, sind die bestehende Qualitätsstandards, weshalb man bei Schütte täglich sämtliche kritischen Fertigungsmittel prüft.

Werkzeugeinstellung der intelligenten Art

Das System Kenova set line H3 erlaubt übrigens die Anbindung an Werkzeugverwaltungs-Systeme und bietet weitere Schnittstellen. Es sei damit voll fit für Industrie-4.0-Anwendungen, betont Kelch. Durch dieses Konzept sind die wichtigen Daten schneller verfügbar. Außerdem bestehe kaum mehr die Gefahr von Ablesefehlern, sodass Schütte in Sachen Prozesssicherheit von einem deutlichen Plus profitiere. Weil die Produktion damit auch flexibel über die Daten verfügen kann, lassen sich auch Logistikprozesse optimieren.

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Darüber hinaus verfügt das Werkzeugeinstell-Gerät über ein smartes Bildverarbeitungs- und Kamerasystem. „Die Messwege dieses Modells erreichen in X-Richtung 420 mm und in Z-Richtung sind es 300 mm – also perfekt auf die Produktgruppe Mehrspindel-Drehautomaten abgestimmt“, merkt Erbstößer an. Zur mikrometergenauen Feinverstellung in beide Richtungen, kann das Kenova set line H3 manuell mit einer Hand in beiden Achsen abgestimmt werden. Das Ganze klappt als Endlosfeinverstellung.

Mit Schrumpfgerät und Transportwagen geht es noch effizienter

Über die mitgelieferte Software Easy lassen sich die über das System eingestellten Daten wahlweise per Etikettendruck, Datenübertragung über das Netzwerk, durch Anbindung an Werkzeugverwaltungs-Systeme, CAM-Systeme oder via QR-Code übermitteln, zählt Kelch auf.

Ergänzt wird die zentrale Möglichkeit der Werkzeugvoreinstellung durch das modulare Schrumpfgerät i-tec M, das auch von Kelch stammt. Es kann dazu sekundenschnell Aufheizen und hat auch eine patentierte Kontaktkühlung parat, was zusätzlich für effizientere, weil flottere, Prozesse bei der Fertigung der Mehrspindel-Drehautomaten beiträgt, wie Kelch anmerkt. Für die Werkstattlogistik nutzt Schütte außerdem den Varitul-Transportwagen – auch von Kelch.

Bastian Birkenfeld ist Gebietsverkaufsleiter und Technischer Anwendungsberater von Kelch. Er erklärt: „Wir freuen uns, dass die Schütte ihre Industrie-4.0-Prozesse mit der neuesten Generation unserer Werkzeugeinstell-Geräte realisieren kann.“

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