Messtechnik

Software macht gebrauchte Koordinaten-Messmaschinen fit für neue Aufgaben

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Märklen hat den Entwicklungsprozess bei der Software für Koordinatenmessmaschinen in der Vergangenheit intensiv begleitet. Resultat ist die Software Tango!3D, in die nahezu 100 Mannjahre Erfahrung in der Koordinatenmesstechnik eingeflossen sind. Zusammen mit einer neuen Steuerung wird eine gebrauchte Koordinatenmessmaschine somit wieder fit für die Aufgaben der nächsten Jahrzehnte. Auch manuelle Maschinen können mit der Software Aufgaben lösen, die bisher nicht möglich waren, zum Beispiel das Messen von Freiformflächen und Regelgeometrien unter Verwendung von CAD-Datensätzen.?

Software erzeugt 3D-Ansicht der gemessenen oder konstruierten Geometrie-Elemente

Die Software erzeugt im Grafikfenster beim Messen eine 3D-Ansicht der gemessenen oder konstruierten Geometrie-Elemente (Bild 3). Damit hat der Anwender immer eine grafische Hilfe zur jeweiligen Aufgabe und behält die Übersicht. Beim Messen unter Verwendung von CAD-Datensätzen wird in diesem Fenster das CAD-Modell gezeigt und kann vergrößert und verkleinert sowie in jeder beliebigen Ansicht dargestellt werden. Die Optionen zum Grafikfenster ermöglichen darüber hinaus den schnellen Zugriff auf die Funktionen des Grafikfensters, beispielsweise zum Zoomen oder zum Wechseln der Ansicht.

In der Menüleiste sind die Funktionen zum Speichern und Aufrufen von Dateien und Programmen sowie für die Grundeinstellungen des Systems, während das Programmfenster das Messprogramm im Klartext zeigt. Die Farben verweisen auf Hauptfunktionen, so steht dunkelblau für das Messen und hellblau für die Ausrichtung.

Im Arbeitsfenster werden – abhängig von der ausgewählten Hauptfunktion – alle möglichen Funktionen zur Auswahl bereitgestellt, zum Beispiel bei der Funktion Messen alle möglichen Regelgeometrieelemente sowie Flächenpunkte und Schnitte. Gleichzeitig enthält es den Messpunktzähler und die Abbruch- und Bestätigungs-Icons. Innerhalb des Fensters werden nach der Messung die gemessenen Ist-Werte angezeigt.

Best-Fit-Ausrichtung ereicht optimale Mittelung des Nullpunktes

Die Hauptfunktionen, unter anderem das Messen von Geometrieelementen und Flächenpunkten oder das Erzeugen und Editieren von Messberichten in tabellarischer oder grafischer Form, sind mit großen Icons dargestellt. Zusätzlich gibt es Assistenten für Routineaufgaben, automatische Elementerkennung, maschinenferne Programmierung (Off-Line) sowie die Auswertung von Form- und Lagetoleranzen.

Vorteilhaft für die Kontrolle der Bauteile sind die Möglichkeiten der Best-Fit-Ausrichtung. Damit wird das Teil rechnerisch so ausgerichtet, dass eine bestmögliche Mittelung des Nullpunktes erreicht wird. Dadurch ist gewährleistet, dass die Symmetrie des Aufmaßes bewertet werden kann. Außerdem kann die für den Automobilbereich genormte RPS-Ausrichtung verwendet werden.

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