Rösler Oberflächentechnik

Strahlanlage vereinfacht Vorbehandlung von Lkw-Anhängern deutlich

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Hängebahn-Durchlaufstrahlanlage bewältigt 20 verschiedene Teiletypen

Nachdem die Einlaufkammer durch das Schiebetor verschlossen worden sei, starte der Strahlprozess. „Jede der zu strahlenden Konstruktionen unterscheidet sich im Detail. Werden die für die Einstellung der Strahlparameter maßgeblichen Faktoren wie Größe und Umfang berücksichtigt, sind rund 20 verschiedene Typen zu bearbeiten. Durch die Anordnung und Neigung der Turbinen an der Strahlkammer können wir alle Teile mit einem Programm strahlen. Eine Anpassung erfolgt lediglich durch die Transportgeschwindigkeit“, beschreibt der Geschäftsführer. Dies trage zur einfachen Bedienung der Anlage bei.

Ausgestattet sei die Hängebahn-Durchlaufstrahlanlage mit zwölf Turbinen des Typs Hurricane H 42 mit einer Antriebsleistung von jeweils 11 kW. Diese wurden an der Strahlkammer ringförmig, im idealen Einstrahlwinkel zum Werkstück geplant und angeordnet, wie es heißt. Dies sorge dafür, dass auch die Stirn- und Rückseiten der Teile anforderungsgerecht gestrahlt werden.

Wie bei allen Anlagen von Rösler bestehe die Strahlkammer der Hängebahn-Durchlaufstrahlanlage von Hüffermann aus 8 mm starkem Manganstahl. Für einen weiter optimierten Verschleißschutz seien die Wände im direkten Strahlbereich mit 25 mm starken, spaltfrei verlegten und auswechselbaren Stahlgussplatten ausgekleidet.

Hängebahn-Durchlaufstrahlanlage erfordert nur wenig manuelles Nachstrahlen

Nach dem Strahlprozess durchlaufen laut Mitteilung die Stahlkonstruktionen die Auslaufkammer, bevor sie automatisch in das angeschlossene Freistrahlhaus transportiert werden. Hier müssten nur die im Strahlschatten liegenden und im automatischen Strahlprozess nicht erreichbaren Ecken und Kanten nachgestrahlt werden. Dafür seien je nach Chassis zwischen 10 und 20 min zusätzlich erforderlich. „Neben einem deutlich höheren Durchsatz, erreichen wir eine gleichbleibend hohe Qualität und das bei reduzierten Kosten“, sagt von Schwander.

Eine Herausforderung bei der Konstruktion und Montage der Anlage hätten die beengten Platzverhältnisse dargestellt. So stand laut Rösler beispielsweise zwischen den Hallenträgern nur eine Strecke von rund 5,60 m zur Verfügung, was bei bis zu 3,20 m breitem Strahlgut nur wenig Raum für die Platzierung der Turbinen lässt. Dies habe es notwendig gemacht, die Strahlmittelzuführung und -aufbereitung über dem Hängebahntransportsystem anzuordnen. Dafür sei das Hallendach partiell erhöht worden.

Ein kleiner Anbau sei darüber hinaus erforderlich gewesen, um das Filtersystem, die Wartungszugänge und das Becherwerk unterzubringen. Eingebunden in die Strahlmittelrückführung der Hängebahn-Durchlaufstrahlanlage sei das bestehende Freistrahlhaus.

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