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Schweißprozesse Tannenbaum-Pendeln ist Schnee von gestern

| Redakteur: Peter Königsreuther

Folgender Artikel verrät Ihnen, wie das Unternehmen Merkle das professionelle Schweißen durch noch wirtschaftlichere Innovationen verbessert hat.

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Highpulse touch heißt diese Pulsearc-Schweißanlagenserie von Merkle, die auf der vergangenen Blechexpo ihren erfolgreichen Auftritt absolvierte. Leicht bedienbar und mit vielen Innovationen ausgestattet, sind die Systeme laut Hersteller dennoch günstiger als die Vorgänger. Viele Fügeoperationen sollen damit wesentlich schneller und einfacher vonstatten gehen als bisher.
Highpulse touch heißt diese Pulsearc-Schweißanlagenserie von Merkle, die auf der vergangenen Blechexpo ihren erfolgreichen Auftritt absolvierte. Leicht bedienbar und mit vielen Innovationen ausgestattet, sind die Systeme laut Hersteller dennoch günstiger als die Vorgänger. Viele Fügeoperationen sollen damit wesentlich schneller und einfacher vonstatten gehen als bisher.
(Bild: Merkle)

Die sogenannte Highpulse-touch-Bauserie von Merkle war laut Aussage des Unternehmens ein echter Besuchermagnet der vergangenen Blechexpo in Stuttgart. Die neu entwickelten Pulsearc-Anlagen sind stufenlos regelbar und arbeiten im Ein-Knopf-Synergic-Betrieb, heißt es weiter. Sechs Varianten mit einem Schweißstrom von 280 bis 450 A stehen sowohl als Kompaktgerät mit integriertem Drahtvorschub als auch mit separatem Drahtvorschubgerät zur Auswahl. Das integrierte Leistungsteil basiert auf einem neu entwickelten 100-kHz-Inverter, betont Merkle.

Einfach bedienbar und noch günstiger als seine Ahnen

Die Merkle-Anlagen zeichneten sich unter anderem durch ein neuartiges, intuitives Bedienkonzept aus, dessen auffälligstes Merkmal das große, mehrfarbige Touch-Display zur Bedienung (4,3 ") ist. Alle Einstellungen könnten durch Druck auf die Grafikfelder im Display einfach vorgenommen werden. Das Bedienkonzept beschreibt der Hersteller als selbsterklärend und sprachneutral, weswegen es keine Bedienungsanleitung braucht. Auch wer Handschuhe trägt, kann mit dem System arbeiten. Wer will, kann alles auch über einen Drehgeber eingeben, sagt Merkle.

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Nicht nur der Abruf aller Schweißprozesse, die Kennlinienauswahl und die Einstellung der Betriebsarten sollen übersichtlich und schnell wählbar sein: auch die zusätzlichen Parametereinstellungen, etwa Gasvor- und Gasnachströmzeiten, Drosselwirkung, Einschleichen oder Drahtrückbrand, betreffend, könnten über das graphische Display einfach vorgenommen werden.

Merkle sagt, dass die Bauserie Highpulse touch auf dem „All-Inclusive-Konzept“ basiert: Das Preis-Leistungs-Verhältnis suche deshalb seinesgleichen, weil die Anlagen noch günstiger geworden seien. Und das, betont Merkle, obwohl viele Komponenten neu sind, sehr viel Zeit in das intuitive Bedienfeld und dessen Programmierung geflossen ist sowie alle gängigen Schweißkennlinien und Sonderschweißprozesse ohne Aufpreis dabei sind.

Innovatives Newcomer-Trio in der Schweißstromquelle

Außer den Standardfügeprozessen MIG/MAG-, Pulsearc- und dem Elektrodenhandschweißen hat Merkle serienmäßig drei weitere innovative Prozesse in diese Stromquellen integriert:

1. Deeparc – schneller Schweißen mit tiefem Einbrand: ein um 30 % tieferer Einbrand, eine bis zu doppelte Schweißgeschwindigkeit und nahezu keine Spritzeranhaftung kennzeichnen den Deeparc-Prozess, so Merkle. Die Spannungsregelung erfolge hochdynamisch und erzeuge einen kurzen, druckvollen und damit richtungsstabilen Sprühlichtbogen. Laut Merkle genau das Richtige für niedrig- sowie hochlegierte Stählen und Aluminiumlegierungen. Störende Einbrandkerben seien passè und Wurzel- und Flanken würden perfekt erfasst. Der Prozess ist selbst noch bei einem freien Drahtende (Stickout) von 40 mm stabil, wie der Hersteller betont.

2. Coldmig - mit „kaltem Prozess“ Spalte überbrücken: Der Coldmig-Kurzlichtbogen-Prozess von Merkle steht für eine geringere Wärmeeinwirkung, weshalb Dünnblechen zwischen 0,6 und 3 mm sehr gut gefügt werden können. Eine sehr gute, hochwertige Spaltüberbrückung gelte auch bei komplexen Anforderungen. Die niedrige Wärmeeinbringung beim MIG-Löten zählt für Merkle auch zu den herausragenden Merkmale des Coldmig-Prozesses.

3. Highup – Tannenbaum-Pendeln war gestern: Dieser, auch von relativ ungeübtem Personal, leicht beherrschbare Fügeprozess kombiniert heiße Hochstromphasen mit Zeitabschnitten von reduzierter Wärmeeinbringung, erklärt Merkle. So sorgt der Prozess für ein, wie es heißt, verblüffend leichtes Steignahtschweißen. Im Vergleich zum klassischen Tannenbaum-Schweißen ist der Schweißer damit doppelt so schnell unterwegs. Und herkömmliche, ähnliche Ansätze, haben laut Merkle ihre Schwächen in puncto Einbrandtiefe, was beim Highup nicht besteht: ein tiefer Einbrand sowie eine gute Wurzel- und Flankenerfassung sind auch dabei gegeben.

Schweißsystem vereinfacht die EN-1090-Zertifizierung

Die Anlagen werden serienmäßig mit dem Merkle-Tedac-Schweißbrenner ausgeliefert, der eine Fernregelung direkt am Brenner ermöglicht. Sowohl die Energie, als auch die Lichtbogenlänge lassen sich so am Brenner einstellen und ablesen, heißt es. Im Job-Betrieb könnten bis zu 2000 Schweißjobs programmiert und einfach aufgerufen werden.

Für seine als Flaggschiff-Reihe bezeichnete Highpulse-touch-Systeme bietet Merkle auch ein zertifiziertes Kennlinienpaket mit vielen qualifizierten Schweißanweisungen (WPS). Mit diesem Paket aus verschiedenen Kennlinien und Jobs sowie den dazu gehörigen Schweißanweisungen will Merkle den Nutzern die Zertifizierung nach EN 1090 erleichtern.

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