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Werkzeugwechsel

Turmmagazin erhöht produktiven Zeitanteil bei Bearbeitungszentren

| Autor/ Redakteur: Alexander Ludewig / Rüdiger Kroh

Wenn die Möglichkeiten eines Kettenmagazins hinsichtlich Werkzeuggeometrie, -masse und -kapazität nicht ausreichen, ist das Turmmagazin eine Alternative. Es ermöglicht Wartung und Tausch von Werkzeugen während der Bearbeitung und erhöht so die Maschinenproduktivität.

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Bild 1: Beim Turmmagazin sind die Werkzeuge entsprechend der Lage der Hauptspindel in horizontaler Lage übereinander in Kämmen gespeichert.
Bild 1: Beim Turmmagazin sind die Werkzeuge entsprechend der Lage der Hauptspindel in horizontaler Lage übereinander in Kämmen gespeichert.
( Bild: Heckert )

Mit dem Ziel, den produktiven Zeitanteil bei der Bearbeitung eines Werkstückes zu maximieren, gehört die automatische Handhabung von Werkzeugen zu den kennzeichnenden Merkmalen eines Bearbeitungszentrums. Dabei werden die Werkzeuge in einem Werkzeugmagazin gespeichert, verwaltet und bei Bedarf zur Bearbeitung eines Werkstückes in die Hauptspindel eingewechselt.

Kettenmagazin als kostengünstige und solide Standardlösung

Wie die meisten Maschinenhersteller bietet Heckert mit dem Kettenmagazin eine kostengünstige und solide Standardlösung zur Unterbringung von Werkzeugen an. Die Möglichkeiten des Kettenmagazins hinsichtlich Werkzeuggeometrie, -masse und -kapazität sind jedoch begrenzt. Für Kunden mit höheren Ansprüchen an die Werkzeughandhabung bietet das Unternehmen daher das Turmmagazin als Alternative zum Kettenmagazin an. Das Turmmagazin überwindet die Einschränkungen des Kettenmagazins und bietet hinsichtlich der Werkzeugeigenschaften noch weitere Vorteile bei der Maschinenproduktivität und Bedienbarkeit, welche die Alleinstellungsmerkmale dieser Lösung ausmachen.

Die Werkzeuge sind entsprechend der Lage der Hauptspindel in horizontaler Lage übereinander in Kämmen gespeichert. Diese bilden einen Bestandteil des Werkzeugturms, der über eine angetriebene vertikal liegende Drehachse verfügt, um die die Kämme in definierter Anzahl im Winkelversatz angeordnet sind. Dabei liegt immer genau ein Kamm eines Turms im Zugriffsbereich des Zubringers, der über drei Achsen verfahrbar das Werkzeug vom Kamm in den Werkzeugwechsler übergeben kann. Gleichzeitig ist genau ein Kamm so orientiert, dass der Bediener über eine Tür Einsicht und Zugriff auf alle darin liegenden Werkzeuge gleichzeitig hat.

Bediener bringt Werkzeuge über das Drehen der Türme in seinen Kontrollbereich

Wenn die Maschine kein bestimmtes Werkzeug für eine anstehende Bearbeitung aus einem bestimmten Kamm beansprucht und den zugehörigen Turm im Automatikbetrieb für den Zubringerzugriff in die entsprechende Orientierung bringt, kann der Bediener jedes im Magazin gespeicherte Werkzeug über das Drehen der Türme in seinen Kontrollbereich bringen. Im Sinne einer hohen Produktivität ermöglicht das Turmmagazin folglich Wartung und Tausch von Werkzeugen, ohne damit die Bearbeitung eines Werkstückes zu behindern.

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